Schneller Weg in die Armut
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 26. Oktober 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Heute sind die Zinsen so niedrig wie seit 50 Jahren nicht...die Aktienkurse sind immer noch relativ hoch...und Ben Bernanke ist so verwirrt, wie Volcker einen kühlen Kopf hatte. Wenn man nun die Dinge ändert, erhält man steigende Zinsen, fallende Aktienkurse...und mehr Elend. Sehen Sie doch aus dem Fenster. Sie sehen die Sonne zwei Mal am Tag. Aber nur einmal steigt sie.
Die Welt hat sich geändert. Gegen uns Amerikaner (ich bin ja selber einer). Mitt Romney mag Gott in seiner Tasche haben. Aber für mich hier in meinem Büro in Paris sieht es eher so aus, als ob die Götter auf die andere Seite übergelaufen sind.
Weniger Arbeitsplätze
Hier ist mehr....aus "Atlantic Monthly". Es gibt heute sechs Millionen mehr "Arbeitsfähige" in den USA als vor 10 Jahren. Das wären Arbeiter...wenn sie denn Arbeitsplätze finden könnten. Das Problem ist allerdings: Es gibt heute in den USA weniger Arbeitsplätze als vor 10 Jahren.
Mit anderen Worten: Im letzten Jahrzehnt hat sich die US-Wirtschaft in Bezug auf den Arbeitsmarkt nicht weiter entwickelt. Und hier sind weitere Zahlen:
50% aller Arbeiter in den USA verdienten im Jahr 2010 weniger als rund 26.000 Dollar.
Dies basiert auf den Gehältern, die der Social Security Administration gemeldet worden sind. David Cay Johnston nennt die wichtigsten Fakten, darunter diese:
1. Die Hälfte aller Arbeiter verdiente weniger als 26.364 Dollar - was der Median-Lohn im Jahr 2010 war. Das bedeutet, dass der durchschnittliche Lohn auf dem niedrigsten Niveau seit 1999 ist, bereinigt um die Inflation.
2. Die Zahl der Millionäre ist um 20% gestiegen.
3. Es fehlen heute rund 10 Mio. Arbeitsplätze. Die Zahl der Beschäftigten ging seit 2007 um 5,2 Mio. zurück. Basierend auf dem Bevölkerungswachstum müssten zwischen 2007 und 2011 eigentlich 4,5 Mio. neue Arbeiter auf den Markt geströmt sein. Beides zusammen ergibt eine "10-Millionen-Arbeitsplätze-Lücke".
Die durchschnittlichen Löhne sind nach 2007 deutlich gefallen - und effektiv sind damit alle Lohnzuwächse der vorangegangenen 8 Jahre aufgefressen worden.
Die Amerikaner werden schneller arm, als sie zuvor reich geworden waren.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Albert Karl (27.10. 2011 00:46 Uhr):
Hallo Herr Bonner, jetzt, wo sie ihre Soldaten aus den Kriegsschauplätzen der Welt abziehen, kommen die Amerikaner wirtschaftlich wieder hoch, glauben Sie mir das!! Gruß, Albert Karl
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