Schnell. Hart.
unserem Korrespondenten Eric Fry in New York in Investors Daily
vom 25. November 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Der Goldpreis bleibt weiterhin knapp unter der Marke von 400 Dollar pro Unze. Der Goldpreis erhielt letzten Freitag einen kleinen Schub, als die Goldminengesellschaft Barrick Gold mitteilte, dass sie keine sogenannten "Forward-Verkäufe" von Gold mehr tätigen würde. Das heißt, diese Gesellschaft will nicht mehr wie bisher ihre zukünftigen Minenerträge vorab auf Termin verkaufen. Barrick hat seine "Forward-Verkäufe" bereits von 24 Millionen Unzen vor 1,5 Jahren auf aktuell 16 Millionen reduziert. Und der totale Abbau dieser "Forward-Verkäufe" ist ein sehr bullisher Indikator für den Goldpreis.
Währenddessen zeigt die US-Wirtschaft weiterhin zwei Gesichter. Es gibt positive News – so erreichte im letzten Oktober die Zahl der Baubeginne von Einfamilienhäusern ein 18-Jahres-Hoch. Und es gibt negative News – so will z.B. AT&T Wireless im Lauf der nächsten 12 Monate mehr als 10 % seiner 30.000 Arbeiter entlassen. Dieser Telekomriese will viele dieser Jobs nach Indien exportieren. Auch General Motors und Ford haben letzte Woche ähnliche Pläne verkündet. Sie wollen ihre Kosten kürzen, indem sie Arbeitsplätze nach Indien und China verlagern. Was für Jobs bleiben da noch in den USA? Und welche Gesellschaften bleiben da, um der nächsten Generation der amerikanischen Häuslebauer Arbeitsplätze zu geben?
Die letzte Woche war echt spannend. Der Euro nahm gegenüber dem Dollar Kurs auf die 1,20, und der Goldpreis küsste das erste Mal seit 1996 ganz kurz die Marke von 400 Dollar pro Feinunze.
Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Mein Kollege Addison Wiggin meint dazu: "Das Leistungsbilanzdefizit der USA erfordert, dass der Rest der Welt jeden Tag 1,5 Milliarden Dollar in den USA versenkt. Was passiert, wenn die Ausländer sich dazu entschließen, die Schecks nicht mehr zu unterschreiben? Nun ... dann fällt der Dollar. Schnell. Hart."
Und der Goldpreis würde steigen. Schnell. Hart.