Schnee und Kälte: Diese Firmen profitieren davon
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 12. Februar 2010, 17:00 Uhr
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sind Sie heute auch wieder einmal auf gar nicht oder unzureichend geräumten Straßen zur Arbeit geschlittert? Nachdem ich neulich beobachten durfte, wie österreichische Räumdienste bereits am frühen Morgen selbst Nebenstraßen wunderbar präpariert haben, ärgere ich mich inzwischen noch mehr über die deutsche Unfähigkeit, mit dem immerhin jedes Jahr wiederkehrenden Winter zurecht zu kommen.
Dieser Winter ist langsam rekordverdächtig
Ich gebe zu, etwas mehr Schnee als üblich liegt derzeit schon. Und nach inzwischen Wochen mit geschlossener Schneedecke, und dank weißer Berge fehlender Parkplätze, nervt die weiße Pracht schon langsam immer mehr. Doch im Vergleich zur Ostküste der USA ist das, was wir hier erleben, doch immer noch recht harmlos. Angesichts 5 cm Neuschnee pro Stunde (und nicht pro Tag) geht dort nichts mehr, das öffentliche Leben ist nahezu zum Erliegen gekommen.
Was die Kinder sicher freut, die deshalb Schulfrei haben, ist für die ohnehin angeschlagene Wirtschaft ein zusätzlicher Schlag. Jeder Tag ohne Einkünfte kann eine Firma, der es sowieso schon nicht gut geht, näher an den Abgrund der Insolvenz bringen. Folge wären neue Arbeitslose, die das Land gar nicht brauchen kann. Nicht zuletzt lastet die Situation auch zusätzlich auf Ölproduzenten, Raffinerien und Tankstellen. Denn mit dem zusammengebrochenen Verkehr fällt wieder ein Stück Verbrauch weg. Und der liegt sowieso bereits auf einem sehr niedrigen Stand. Schon jetzt schwimmen überall auf den Weltmeeren Schiffe bis zum Rand voll mit Öl, das derzeit günstiger gelagert als verkauft werden kann.
Der Erdgasverbrauch steigt durch die Kälte
Anders geht es den Gasproduzenten. Sie profitieren von der Kälte, da in den USA (und auch hierzulande) viele Heizungen inzwischen mit Erdgas betrieben werden. Das treibt zumindest kurzfristig den Verbrauch nach oben. Obwohl die Versorgung mit Gas in Amerika immer noch reichlich ist, haben einige Gasproduzenten bereits schöne Turnarounds hingelegt. Besonders betrifft das die mittelgroßen Produzenten, bei denen der Hebel sehr groß ist, wenn sie wieder die Gewinnschwelle überschreiten.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Palmen (12.02. 2010 18:18 Uhr):
Warum sollen die mehr produzieren, wenn keine Abnehmer da sind? Ich denke, dass die Produktionsausfälle möglicherweise auch Kurzarbeit verhindern oder Lagerbestände abbauen helfen ohne dass sich die Unternehmen an den Gewerkschaften aufreiben müssen.
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