Schlechte Wirtschaftsjahre sind oft gute Börsenjahre
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 8. Dezember 2008, 19:00 Uhr
ENL5462
Ich hoffe, Sie hatten ein schönes 2. Adventswochenende. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin noch überhaupt nicht in Weihnachtstimmung und habe es noch gar nicht richtig realisiert, dass es nur noch knapp 2 Wochen bis Weihnachten sind.
Nachdem ich letzte Woche einige Pro- und Kontra-Briefe zu meinem Profit Radar „Armes Deutschland" veröffentlichte, wurde meine Inbox wieder mit Mails überschüttet. Darunter waren wieder exzellente Kommentare und auch hervorragende Formulierungen, die mich einige Mal laut lachen ließen. Aber: Hier muss ich nun - leider - auch die Linie ziehen. Da stimme ich dann Kritiker-Leser Dr. Bruno S. zu: Dies ist immer noch primär ein Börsendienst, obwohl mir Ihre zahlreichen Reaktionen zeigen, dass für solche Themen großer Diskussionsbedarf besteht.
Deshalb widmen wir uns wieder den Märkten. Und da muss ich zum Wochenanfang direkt sagen: Ich kann Ihnen keine seriöse kurzfristige Prognose geben. Niemand kann das. Hätten Sie am Freitag gegen 15 Uhr gedacht, dass der Dow Jones nach den schlechtesten Arbeitslosenjahren seit 34 Jahren mit einem Plus von 3% in eine Wochenende geht?
Ich nicht. Das gebe ich gerne zu. Und damit bestätigt sich wieder mal, was ich Ihnen hier schon vor einigen Wochen schrieb: Das „Plunge Protection Team" ist wieder am Werk. Der Dow Jones soll nicht unter 8.000 Punkte fallen. Daraus können wir nun aber zumindest ein Puzzleteilchen für unser Anlageverhalten ableiten: Wenn der Dow Jones nachhaltig unter 8.000 Punkte fällt, sind die Jahrestiefs bei 7.392 Punkten sicher.
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