Schlechte Prognosen für UMTS und Chipausrüster
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 16. Juni 2003 18:00 Uhr
ENL5454
UMTS bleibt das Sorgenkind. Nun hat der finnische Handy-Hersteller Nokia vor übertriebenen Hoffnung im Zusammenhang mit dem UMTS Start gewarnt. So soll es erst in der zweiten Jahreshälfte 2004 zu guten Verkaufszahlen für UMTS kommen. Dabei gibt es immer noch viele Startschwierigkeiten und kritische Stimmen. So brechen die Verbindungen gerne unvermittelt ab, aber auch die Geräte werden als zu groß und unförmig bezeichnet. Nokia selbst sieht das nächste Jahr als Übergangsjahr an. Ich bezweifle im Moment, dass sich UMTS angesichts der anhaltend schwierigen konjunkturellen Lage etablieren kann.
Auch weniger optimistisch zeigen sich die Umsätze der Chipausrüster in USA, Japan und Südkorea. So sind die weltweiten Erlöse zum Vormonat um rund 37 % auf 1,5 Mrd. Dollar zurückgegangen! Zum Vorjahr verbleibt immerhin noch ein Rückgang um 11,7 %. Nur auf dem europäischen Markt zeigten sich Zuwächse. Währendessen gingen sie in den USA um gut 30 % zurück. Dieser Umstand ist eine Folge der Investitionszurückhaltung der großen Chip-Konzerne. Ein weiteres kleines Indiz dafür, dass zumindest die Chipkonzerne nicht von einer nachhaltigen Konjunkturerholung ausgehen.