Schlechte Nachrichten aus Japan

in Profit Radar
vom


Die neuesten Wirtschaftsdaten aus Japan bestätigen genau das Bild, was ich Ihnen in den letzten Ausgaben des Profit Radar von dem Land der aufgehenden Sonne schon beschrieb. In meinem letzten Artikel zu Japan schrieb ich diesbezüglich:

„... (Man) muss ...genau wissen, welche Sektoren und Unternehmen in der japanischen Wirtschaft interessant sind. Dann bieten sich aufgrund der niedrigen Bewertungen jedoch sehr spannende Chancen im Land der aufgehenden Sonne."


Was den breiten japanischen Markt angeht, bin ich weiterhin ein klarer Verfechter der Meinung: Japan muss man nicht haben. In Asien gibt es wesentlich spannendere Märkte. Auch wenn die Wolken derzeit sehr tief für asiatische Märkte hängen. Doch kommen wir zu Japan zurück.

Wie gesagt: Die neuen Wirtschaftsdaten bestätigen mein eher pessimistisches Bild für den vergangenen Superstar Asiens. So wurde Japans BIP-Wachstum für das vierte Quartal nachträglich nach unten korrigiert. Dabei kann man gar nicht von Wachstum sprechen, denn im vierten Quartal sank Japans BIP um den neuen Wert von -0,3%.

Noch schlechter fielen die neuen Zahlen zu den vergebenen Krediten japanischer Banken aus. Im Februar sank das Kreditvolumen erneut um -1,8%. Das ist nun schon der 15. Monat in Folge, in dem das Kreditvolumen schrumpft. Das ist natürlich kein Zeichen für eine florierende Wirtschaft.

Denn Sie müssen bedenken, dass die Bank of Japan die Zinsen auf praktisch 0% gesenkt hat. Wenn Unternehmen zu niedrigsten Zinssätzen Geld leihen können, aber es trotzdem nicht tun - was sagt und das über den Zustand der japanischen Wirtschaft? Es sagt uns, dass die Manager klar die Meinung haben, dass es keine Nachfrage gibt, die selbst so günstige Investitionen nötig macht.

 

von
Daniel Wilhelmi
Daniel Wilhelmi

Daniel Wilhelmi ist als langjähriger Börsenjournalist aus Printmedien, zahlreichen Vorträgen und dem TV, z.B. „3sat-Börse“ oder „heute-journal“, bekannt.


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Kommentar von Dr Papp Ernoene Ungarn

Sehr geehrter Herr Wilhelmi! Nach Lesen Ihres heutigen Beitrages habe ich an Sie eine Frage. OK, Japan Investments ade. Aber warum wird dann Japanischer Yen immer stärker und stärker, wenn der Wirtschaftswachstum - wie Sie es schreiben- nicht den Erwartungen entspricht. Wie kann man dafür eine fundierte Begründung finden? Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mal diese Zusammenhänge erläutern würde. Mit freundlichen Grüßen:

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