Schaukelbörse Dax und gelassener Dow
Tom Firley in Investors Daily zum Thema Dax 30
vom 21. März 2011, 18:00 Uhr
ENL5454
momentan sehen wir eine immens schwierige Börsenlage mit wenig Interpretationsmöglichkeiten. Schließlich haben wir neben der Japankrise ja auch noch die brisante Lage im Nahen Osten, die Schuldenkrise im Euroland und vor allem die Schuldenkrise in den USA.
Auf jeden Fall waren zwei Dinge in den letzten Tagen - während der schrecklichen Katastrophe in Japan - besonders auffällig.
Zum einen trennten sich im Dax die Investoren und Anleger von ihren Werten, als gäbe es kein Morgen mehr. Zum Beispiel
- verlor eine Allianz-Aktie vom 11. März bis zum 15. März (als an drei Handelstagen) in der Spitze bis zu 10 Prozent
- fielen Münchener Rück-Aktien an diesen drei Tagen um knapp 12 Prozent
- verloren E.ON 3 Prozent
Aber auch eine K+S-Aktie verlor über 11 Prozent.
Zum anderen zeigten sich die Amis wenig beeindruckt von der Katastrophe.
Während der Dax seit dem Schlusskurs (7.063 Punkte) vom Donnerstag, den 10. März bis zum Schlusskurs (6.483 Punkte) am Dienstag, 14. März etwa 7,80 Prozent verlor, waren es beim Dow Jones 3,10 Prozent und beim S&P 500 3,01 Prozent.
Chart Dow Jones und Dax in der Japankrise
Der japanische Nikkei verlor in derselben Zeit übrigens 17,5 Prozent...
Wie geht es nun weiter im Dax?
Heute konnte der Dax seine Gegenbewegung nach oben weiter fortsetzen und schloss mit einem Plus von 2,28 Prozent bei 6.816 Punkten.
Ich sage es Ihnen ganz ehrlich... so unsicher wie die Zeiten momentan sind, so unsicher ist auch die Charttechnik. Ich mache keinen Hehl daraus, es ist momentan einfach nicht vorherzusehen, wo der Dax morgen, nächste Woche oder nächsten Monat steht.... naja, eigentlich ist dies ja auch nie vorherzusehen.
Aber zumindest können wir mit Hilfe der Charttechnik einen pi-mal-Daumen-Warnhinweis skizzieren (siehe nächster Beitrag).
