Schädliche Abschottung
Profit Radar
vom 8. Juli 2009, 19:00 Uhr
ENL5454
Zoellick hat eindeutig davor gewarnt, ein Ende der Weltwirtschaftskrise zu früh zu sehen. Trotz der jüngsten Erfolge könne es leicht wieder zu Rückschlägen. Wörtlich sagte er: „2009 bleibt ein gefährliches Jahr." Dass man jedoch auch in einem „gefährlichen Jahr" ordentliche Gewinne über 120% und mehr einfahren kann, hat Taipan eindrucksvoll bewiesen.
Der Weltbankchef lobt zwar, dass die Regierungen und Notenbanken durch ihre Maßnahmen den „freien Fall der Weltwirtschaft" gestoppt haben. Doch eine Erholung ist nicht so greifbar nahe, wie dies im Mega-Wahljahr gern dargestellt wird.
Hinzu kommt, dass viele Regierungen milliardenschwere Programme aufgelegt hat, die eindeutig protektionistische Züge zeigen. Nicht nur, dass Marx wieder eine fröhliche Auferstehung feiert, nein, viele Regierungen tun so, als ob sie von der Globalisierung in den letzten Jahren nicht hervorragend profitiert hätten.
Eine protektionistische Abschottung könnte sich aber schon bald zu einem gefährlichen Bumerang entwickeln : Wenn man seine eigenen Märkte für die ausländische Konkurrenz abschottet, werden die eigenen Firmen kaum Marktanteile im Ausland gewinnen können. Auch für die Börsen wäre das keine gute Entwicklung.
Gute Kurse wünscht Ihnen
Volkmar Michler