San Francisco Hard Assets Conference: Erster Bericht
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 5. Dezember 2008, 17:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leserin, lieber Leser,
heute erhalten Sie nur einen kurzen Daily von mir, denn zwischen Konferenz und Heimreise läuft mir die Zeit davon. Ausführlicher werde ich dann in der kommenden Woche noch auf meine Erkenntnisse von der sehr interessanten Konferenz eingehen.
Hard Assets Conference war gut besucht
In San Francisco habe ich diese Woche die Hard Assets Conference besucht, eine der weltweit wichtigsten Anlegermessen im Rohstoffbereich. Versammelt waren nicht nur rund 150 Explorer und Juniorproduzenten aus den USA und Kanada, sondern auch das "Who is Who" der amerikanischen Rohstoffbullen (zur Zeit aber auch -Bären). Im Prinzip zeigt die Stimmung hier kaum ein anderes Bild als bei uns: Von Weltuntergangspropheten bis zu extrem bullishen Vertretern der These, dass wir die Kaufchance des Jahrhunderts sehen, war alles vertreten.
Wenn Aktien günstig sind, wollen die Anleger nicht kaufen
Es ist eigentlich die interessanteste Feststellung, dass hüben wie drüben die Schar der Analysten so gespalten in ihren Ansichten ist, wie seit Jahren nicht mehr. Die Situation ist natürlich ebenso extrem wie die Meinungen darüber. Besonders interessant fand ich dazu jedoch die Bemerkung von Brent Cook, einem amerikanischen Geologen und Schreiber eines Börsenbriefs: "Es ist immer wieder merkwürdig: Im vergangenen Jahr waren doppelt so viele Leute auf der Konferenz, aber in diesem Jahr ist ein wesentlich besserer Investitionszeitpunkt, weil Firmen viel günstiger bewertet sind. Und nun kommen viel weniger Zuhörer."