RWE ein gutes Ergebnis dank Akquisitionen
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 12. August 2003 18:00 Uhr
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Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE konnte im ersten Halbjahr ein Betriebsergebnis von 2,94 Mrd. Euro, nach 2,17 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum erreichen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsgewinn von 2,9 Mrd. Euro gerechnet.
Das ist eine Steigerung um 35 %. In den Kerngeschäften Strom, Gas, Wasser und Umweltdienstleistungen erreichte der Konzern sogar ein Plus von 46 %.
Besonders positiv haben sich nach Aussagen des Konzerns die Konsolidierungen von American Water, der britischen Innogy und der tschechischen Transgas ausgewirkt. Bereinigt man das Ergebnis um diese Großakquisitionen und Währungseffekte, erzielte RWE nur einen Anstieg von 13 % zum Vorjahr.
Im Nicht-Kerngeschäft musste sogar ein betrieblicher Verlust von 54 Mio. Euro hingenommen werde. Begründet wurde dieses Ergebnis mit der schlechten Entwicklung bei der Heidelberger Druckmaschinen.
Die Nettoverschuldung sank schneller als erwartet auf 22,3 Mrd. Euro. RWE will seine Schulden bis Ende 2005 auf unter 20 Mrd. Euro reduzieren.
Beim Ausblick auf das Gesamtjahr prognostiziert RWE eine Steigerung des Betriebsgewinns im unteren zweistelligen Prozentbereich.
RWE bleibt heute nahezu unverändert auf 24,62 Euro. Unter 23,80 Euro wird es kritisch, unter 23 Euro sind Kurse bis 20 Euro wahrscheinlich. Erst über 27,50 wird der Chart deutlich bullisher.