Russland, Türkei und Österreich
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vom 6. Oktober 2011, 19:00 Uhr
ENL5454
Der Grund ist laut Mobius: „...die Wachstumsraten (in Osteuropa, Anmerk. d. Red.)) sind relativ niedrig. Das makroökonomische Bild ist nicht so aufregend, aber auf dem aktuellen Level einzelner Unternehmen finden wir einige Investmentchancen. Denn die Bewertungen sind deutlich gesunken.".
Die zwei Probleme in Osteuropa sind schnell benannt: Die Länder in Zentral- und Südosteuropa besitzen sehr enge wirtschaftliche Verflechtungen mit Westeuropa. Deutschland in für die meisten dieser Länder der Haupt-Exportmarkt. Damit sind diese Volkswirtschaften natürlich anfällig für die Krise, die wir derzeit in Westeuropa erleben.
Auf der anderen Seite leiden Russland und die GUS-Staaten unter den Preisrückgängen an den Rohstoffmärkten. Für die russische Wirtschaft sind natürlich vor allem die Preisrückgänge beim Ölpreis und den Industriemetallen negativ. So hat der Ölpreis seit Mai rund dreißig Prozent an Wert verloren.
Ein derartiger Preisverfall, der sich nun schon über fünf Monate fortsetzt, wird einfach nicht spurlos an der russischen Ölindustrie vorbeigehen. Und wie Sie wissen, spielt die Ölindustrie die entscheidende Schlüsselrolle in der Volkswirtschaft des ehemaligen Zarenreiches. Die russischen Ölaktien sind dementsprechend stark unter die Räder gekommen.
Trotzdem ist Mobius für Russland weiterhin positiv gestimmt. In dem Osteuropa-Portfolio der Templeton Emerging Markets Group ist Russland mit Abstand die größte Position (das ist nicht überraschend, da es der größte und liquideste Aktienmarkt der Region ist). Russische Aktien machen in dem Portfolio satte 36% aus.
An zweiter Stelle folgt der neue Geheimfavorit vieler Fondsmanager für Osteuropa: Die Türkei. Die Türkei ist mit 21% gewichtet. Dahinter kommt auf Platz 3 Österreich mit 17%. Diese drei Länder machen alleine also fast drei Viertel des gesamten Templeton Portfolios für die Region aus.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi
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