Martin Stephan (Gastbeitrag) in Rohstoff Daily
vom
Keine Frage, als Kunde so einer Bank, die nun auch ins „Gerede" gekommen ist, muss man so schnell es geht die Sparguthaben entfernen, es geht nicht anders.
Aktuell haben wir es mindestens in Ansätzen mit einer Vertrauenskrise größeren Ausmaßes zu tun. Die Bürger begreifen langsam, dass es nicht nur die Staaten sind, deren Schulden ein Problem darstellen, sondern vor allem auch die Banken, denen aufgrund von Abschreibungen verschiedenster Güte das Wasser teilweise bis zur Oberkannte Unterkiefer steht.
Und die EZB kann hier immer weniger „helfen", selbst wenn sie wollte, denn diesen Banken sind inzwischen die durch die EZB akzeptierten Sicherheiten ausgegangen, gegen die es weitere Kreditgelder geben würde.
Der Run in Sachwerte dürfte kaum aufhaltbar sein
Doch wie sieht die einfachste Lösung für Sparer in diesen immer unsicheren Zeiten aus - sowohl in Südeuropa als auch hier?
Es müssen Sachwerte her!
Weg mit den Staatsanleihen, die negative Real-Verzinsungen einbringen, weg mit den Spareinlagen, die neben der lächerlichen Rendite auch noch das zusätzliche Risiko einer Bankinsolvenz (auch in der Euro-Kernzone) bzw. eines Euro-Austritts mit Zwangsumstellung der Guthaben auf die neue Währung (Euro-Peripherie) mit sich bringen. Mit den Geldern sollten die Bürger Europas Sachwerte erwerben.
Angefangen bei den Edelmetallen, über andere wertbeständige Dinge bis hin zu Aktien. Es müssen natürliche jene Unternehmensanteile gekauft werden, deren Gesellschaften auch etwas produzieren (Güter, Rohstoffe) und natürlich keine Finanzdienstleister, denn deren Geschäft sieht vorerst düster aus, da ein Großteil viel Zeit benötigen wird um die Abschreibungen über sichere Bankgeschäfte wieder einzuspielen. Zeit, die vermutlich nicht zur Verfügung stehen wird...
Mit den besten Grüßen
Martin Stephan
Hinweis: Martin Stephan ist Chefredakteur des Börsendienstes Travel Trader, dem Börsendienst mit dem globalen Insidernetzwerk. Hier erhalten Sie weiterführende Informationen: Travel Trader