Rohstoffwährungen legen zu
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 7. Oktober 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Der Goldpreis hat sein bisheriges Allzeithoch geknackt und dies könnte ein deutlicher Hinweis darauf sein, dass die Marktteilnehmer der Gefahr einer Inflation im Zuge der konjunkturellen Erholung nach wie vor eine hohe Bedeutung beimessen.
So unterstützen Erholungssignale, ebenso wie Inflationsbefürchtungen die Rohstoffpreise zum einen und die Rohstoffwährungen zum anderen.
CAD und NZD erreichten heute beide das höchste Level innerhalb eines Jahres gegenüber USD.
NZD/USD begann seinen Anstieg am Montag im Bereich um 0,7150 und notiert aktuell bei 0,7387, nachdem Neuseelands größter Milchproduzent bekannt gegeben hatte, dass die Milchpreise den 3. Monat in Folge deutlich gestiegen sind. Der Bruch der Widerstandslinie bei 0,7371 impliziert weiteres bullisches Aufwärtspotenzial. Über 0,7396 findet das Währungspaar nächste Widerstände bei 0,7452 und 0,7490. Unterstützung ergibt sich bei 0,7340, 0,7310 und hernach 0,7250.
Quelle: CFX-Broker
USD/CAD fiel vom Bereich um 1,08 am Montag bis auf 1,0537 heute - dies entspricht dem stärksten Level von CAD gegenüber USD seit dem 30.September letzten Jahres. Aktuell notiert USD/CAD bei 1,0555. USD/CAD testet nun die Unterstützung um 1,05. Ein Schluss unterhalb der aktuellen Levels könnte weiteres Abwärtspotenzial in Richtung der 1,03 eröffnen. Doch es ist auf Kommentare von Seiten der Bank of Canada zu achten, die möglicherweise intervenieren könnte, um das Währungspaar zu stützen.
Quelle: CFX-Broker
Auch der australische Dollar und JPY konnten gegenüber USD zulegen. Die Royal Bank of Australia hat mittlerweile - wie erwartet - den Leitzins, als erste Notenbank der großen Volkswirtschaften angehoben. Um 25 Prozentpunkte auf 3,25%. Ein Beispiel, welches bald Schule machen könnte?! AUD/USD stieg von unter 0,87 bis auf aktuell 0,8945.
USD/JPY fiel von 89,50 gestern bis auf aktuell 88,05, nachdem der japanische Finanzminister Fujii versichert hatte, die aktuelle JPY-Stärke seit akzetptabel.
Mein Eindruck
...ist, dass es sich aktuell nicht nur um einen reinen USD-Abverkauf handelt, sondern, dass auch EUR und GBP verkauft werden, gegen andere Währungen (und nicht nur die Risikowährungen) und jede andere attraktive Asset-Klasse, wie Rohstoffe und Aktien.
Denn EUR/USD konnte zwar seit Montag ebenfalls wieder zulegen und scheint sich aktuell im Bereich über 1,47 auch recht wohl zu fühlen, doch obwohl sich die meisten Marktteilnehmer einig sein dürften, dass die 1,50 das nächste Ziel ist, favorisieren die Risk Reversals eher die untere Seite. Der weitere Aufstieg könnte somit zunächst von einer ganzen Reihe auch zwischenzeitlich tieferer Kurse begleitet werden. Technisch gesehen könnte ein Überschreiten der 1,4772 weiteres Potenzial in Richtung der 1,4850 und schließlich 1,4950 eröffnen. Unterstützung ergibt sich bei 1,4444. Aktuell notiert EUR/USD bei 1,4716.

