Rohstoffhausse 2005
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Rohstoffe
vom 20. Januar 2005 12:00 Uhr
ENL5454
In der Börsen-Zeitung habe ich einen interessanten Artikel mit dem Titel "Rohstoffhausse dürfte sich 2005 fortsetzen" gefunden. Demnach steigt das Interesse der Anleger am Rohstoffsektor "stark".
Neben dem altbekannten Rohstoffindex CRB rücken mittlerweile zwei jüngere Indizes immer mehr in den Mittelpunkt:
- Der Dow Jones-AIG Commodity Index (DJ-AIG), auf den sich mittlerweile rund 10 Mrd. Dollar angelegtes Kapital beziehen. Laut Artikel waren es "vor wenigen Jahren" erst rund 200 Millionen Dollar.
- Der Goldman Sachs Commodity Index (GSCI), mit mehreren Unter-Indizes. An diesen Index sind laut Schätzung von Goldman Sachs selbst derzeit über 25 Mrd. Dollar gebunden, nach acht Mrd. Dollar vor vier Jahren. Ich nehme als Benchmark übrigens den Unter-Index "Goldman Sachs Excess Return".
Im Goldman Sachs Commodity Index sind alle wichtigen Bereiche des Rohstoff- und Rohwarenuniversums abgebildet, nämlich Energie, Industriemetalle, Edelmetalle, landwirtschaftliche Produkte (inkl. Viehzucht).
Was mir gut gefällt: Die Commodity Futures und der S&P 500 sind negativ miteinander korreliert. Das bedeutet: Wenn die Aktienkurse fallen, dann steigen die Rohstoffpreise (= negative Korrelation), und natürlich umgekehrt. Gerade in Zeiten eines Bärenmarktes am Aktienmarkt sollten Rohstoffe also die Nase vorn haben.
Aber was ist nun eigentlich die "sexy story" bei den Rohstoffen? Ich zitiere die Börsenzeitung – aber wenn Sie regelmäßig unter dem Trader's Daily leiden, dann ist das für Sie ohnehin nichts Neues:
"Getragen wird sie (die Rohstoffhausse) von einer kräftigen Nachfrage aus aufstrebenden Schwellenländern wie China. Sollte sich die auf Hochtouren laufende chinesische Konjunktur abkühlen, stehen nach Ansicht vieler Analysten Länder wie Indien in den Startlöchern."
Volle Zustimmung meinerseits!
Viele Grüße
Michael Vaupel