Rohstoffe

Rohstoff-Insider verkaufen verstärkt Rohstoff-Lizenzen
Von | 29. März 2012 | Artikelbewertungen
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Diese Gruppe der Rohstoff-Insider hat sich über die Jahre ein großes Portfolio an Lizenzen und potentiellen Explorationsgebieten gesichert. Die Idee ist klar: Man kauft die Lizenzen günstig auf und wartet dann, dass sich das politische Umfeld verbessert. Wenn in Kolumbien dann der Rohstoffboom losgeht, kann man diese Lizenzen mit gewaltigen Gewinnen an Rohstoffkonzerne weiterverkaufen.


In den vergangenen Jahren war diese Gruppe immer sehr sparsam mit dem Verkauf ihrer Lizenzen. Man wartete auf noch höhere Preise. Doch in diesem Jahr höre ich etwas völlig Neues aus den Verhandlungszimmern der Rohstoffmessen. Die Insider sind extrem aggressiv im Verkauf ihrer Lizenzen. Teilweise schleudern sie die Projekte geradezu auf den Markt.

Warum? Nun, es gibt Gerüchte, dass die kolumbianische Regierung staatliche Eingriffe in den Rohstoffsektor plant. Das ist nichts Neues in Lateinamerika. Wir sprechen hier nicht von Verstaatlichungen wie in Venezuela. Aber neue Steuerregelungen, striktere Gesetze für Genehmigungen etc. haben wir bereits in einigen anderen südamerikanischen Ländern gesehen.

Das ist natürlich schlecht für die Rohstoffunternehmen, denen dann striktere Auflagen und höhere Abgaben drohen könnten. Für Kolumbien und (hoffentlich) die Entwicklung der kolumbianischen Gesellschaft und des dortigen Binnenmarktes wäre eine solche Veränderung allerdings extrem positiv.

Gerade die klassischen Rohstoffländer müssen verhindern, dass ihre Ressourcen für einen Apfel und ein Ei ausgebeutet werden. Erschreckende Beispiele dafür sehen wir ja in Afrika, wo sich bereits jetzt abzeichnet, dass einige Länder dank Korruption und Vetternwirtschaft ihre Zukunft verspielen, da die Rohstoffschätze zu viel zu niedrigen Preisen verschachert werden. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.

 

 


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Kommentar von Claus

Zitat: "Gerade die klassischen Rohstoffländer müssen verhindern, dass ihre Ressourcen für einen Apfel und ein Ei ausgebeutet werden ..." Na das ist doch mal eine klare Ansage eines "Marktteilnehmers" der noch nicht vor lauter Gier dem Größenwahn verfallen ist ! Die globale Ausbeutung der "unterentwickelten" Länder durch die Großfinanz führt doch überall für (überwiegendes) Elend, Umweltverschmutzung/Zerstörung und Blasen an den internationalen Märkten. Viene Dank ! MfG Claus Schmidt

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