Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.
Rohstoffe
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom
Liebe Leser,
nachdem wir uns gestern mit der bullischen Reismarktprognose des International Rice Research Institute beschäftigt haben, möchte ich heute, zum Vergleich, einen Blick auf die aktuellen USDA-Prognosen werfen.
Season Average Farm Price auf Rekordhoch
Obwohl die globalen Reispreise seit Beginn des Wirtschaftsjahres gefallen sind, zeigte sich der Preisrückgang doch nicht so stark wie zuvor erwartet. Außerhalb den USA dürften als Begründung hierfür zum Einen die Exportbeschränkungen Indiens und Ägyptens und zum Anderen die Reiskäufe zur Preisstabilisierung durch die thailändische Regierung gelten.
Die USDA prognostiziert für das Wirtschaftsjahr 2008/09 einen rekordhohen Season-Average Farm Price (SAFP) von 16,50 USD - 17,50 USD pro Zentner für alle Reissorten. Dies ist zum Teil sicher auch auf die relativ hohen Preise zu Beginn des Wirtschaftsjahres zurückzuführen. Zudem wird die Prognose allerdings auch durch eine rückläufige Angebotsprognose unterstützt.
Quelle: USDA
US-Reis-Angebot sinkt um 4% laut USDA
Obwohl laut USDA die US-Reisproduktion in 2008/09 um 5,3 Millionen Zentner steigen dürfte gegenüber dem Vorjahr (die USDA prognostiziert eine Anbaufläche von 2,995 Millionen acres gegenüber 2,761 Millionen acres in 07/08 - allerdings bei deutlich sinkenden Erträgen; die USDA geht von einem Rückgang der Erträge um 5,1 % gegenüber dem Vorjahr aus), prognostiziert die USDA doch einen deutlichen Rückgang des Gesamtangebots um 10,4 Millionen Zentner.
Quelle: USDA
Dies zum einen aufgrund der niedrigen Lagerbestände: die USDA geht von Beginning Stocks (Anfangsbeständen) in Höhe von 29,4 Millionen Zentner Reis aus für das Wirtschaftsjahr 2008/09. Ein deutlicher Rückgang gegenüber den Beginning Stocks in Höhe von 39,3 Millionen Zentner in 07/08.
Zum anderen, so die USDA, reduziert sich das Gesamtangebot auf dem US-Markt auch aufgrund stark rückläufiger Importe, was zum größten Teil auf die Exportbeschränkungen in Indien und Ägypten und auf rückläufige Thai-Exporte zurückzuführen ist. Die USDA geht von einem Rückgang der Importe um 25% aus.
Quelle: USDA
Heimischer Verbrauch steigt, doch Exporte rückläufig
Die USDA geht für dieses Jahr von einem Verbrauchsanstieg um 2,8 Millionen Zentner aus, allerdings prognostiziert die USDA auch einen deutlichen Rückgang der Exporte um 6,9 Millionen Zentner, was zu einem Rückgang des Gesamtverbrauchs um 4,1 Millionen Zentner gegenüber dem Vorjahr führt.
Dennoch, insbesondere aufgrund der niedrigen Anfangsbestände und der stark rückläufigen Importe prognostiziert die USDA ein äußerst geringes Endbestandslevel.
Im 2.Teil geht's weiter...
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