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Kupferpreisentwicklung – davon hängt die Zukunft ab

Kupfer ist ein farbiges Metall und in der Erdkruste im Durchschnitt mit einer Häufigkeit von 0,005 % vertreten, was 50 ppm (parts per million – Teile pro Million) entspricht. An den weltweiten Rohstoffbörsen ist Kupfer eines der am stärksten gehandelten Metalle.

Für viele Unternehmen bedeuten starke Schwankungen beim Kupferpreis ein kaum kalkulierbares Risiko in der Beschaffung des Metalls. Ein Preisrisiko beim Kupfer für kurzfristige Lieferungen besteht in jedem Fall.

Die bedeutendsten Förderstaaten für Kupfer sind Peru und Chile, China, Australien, der Kongo, die USA und Russland. Auf dem gesamten Globus wurden im Jahr 2015 zusammen 18,7 Mio. Tonnen Kupfer abgebaut.

Kupferpreisentwicklung – Spiegelbild der Weltwirtschaft

Die Entwicklung des Kupferpreises ist stark abhängig von dem weltweiten Angebot und der Nachfrage. Zwischen 2000 und 2010 boomte die chinesische Wirtschaft mit jährlichen Zuwachsraten von bis zu 14,16 % (2007).

Die starke Nachfrage der chinesischen Industrie nach Metallen oder überhaupt Rohstoffen aller Art wirkte sich natürlich auch auf die Preise aus. So stieg der Preis für die Tonne Kupfer von 1.680 US-$ im Jahr 2000 bis auf über 7.520 US-$ im Jahr 2011.

Hervorgerufen durch die US-Finanzkrise 2008/09 kam es zu einer Absatzdelle und einem Preisverfall auf etwa 1.975 US-$, was den langfristigen Anstieg des Kupferpreises aber nur kurz hemmte. Danach erreichten die Kurse wie erwähnt ihren Höchststand in 2011.

Seit 2011 befindet sich der Kupferpreis bedingt durch die sich abschwächenden Zuwachsraten in China in einem Abwärtstrend, der in bis Anfang des Jahres 2016 auf knapp über 5.000 US-$ geführt hat.

Wovon die Kupferpreisentwicklung in Zukunft abhängt

Rohstoff-Experten gehen davon aus, dass sich der Kupferpreis in Zukunft eher moderater entwickeln wird. Da die Nachfrageseite durch das verlangsamte chinesische Wirtschaftswachstum vermutlich nicht mehr so stark belebt wird wie in der Vergangenheit, sind die weiteren Potenziale überschaubar.

In den kommenden Jahren, so die Experten, werden andere Schwellenländer wie Indien, Brasilien oder Russland ihren Einfluss auf die Nachfrageseite wohl eher nicht auf das Niveau Chinas erweitern können.

Die Entwicklung des Kupferpreises ist nicht nur von der Nachfrage aufstrebender Schwellenländer abhängig sondern auch von den technologischen Entwicklungen und Innovationen der kommenden Jahre.

Diese sind schwer vorhersehbar, dennoch zeichnen sich bereits Entwicklungen ab, die auf eine weitere erhöhte Nachfrage beim Kupfer hindeuten. Vor allem der Trend zu Fahrzeugen mit elektrischen oder alternativen Antrieben (Hybrid- und Elektroautos, Brennstoffzellen) wird den Bedarf an Kupfer erhöhen.

Darüber hinaus kann es durch den Ausstieg aus der Atomenergie und den Ausbau der erneuerbaren Energien wie z. B. für den Bau von Wind- und Solarparks zu einer erhöhten Nachfrage nach Stromleitungen (aus Kupfer) zur Energieübertragung kommen.

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