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Goldpreisentwicklung: Angebot und Nachfrage bestimmen die Richtung

Gold gilt zu Recht als das begehrteste Metall, das die Menschheit kennt. Schon in antiken Zivilisationen kam dem Edelmetall wegen seiner Seltenheit und seiner Wertbeständigkeit eine herausragende Bedeutung zu.

In unserer modernen Zeit ist der Goldpreis abhängig von den Entwicklungen an den Finanzmärkten wie der Inflation führender Währungen oder dem wirtschaftlichen Verlauf bestimmter Staaten oder Branchen.

Die Goldpreisentwicklung nach Bretton-Woods

Nach der Abschaffung des Bretton-Woods-Systems und der Aufgabe des Goldstandards im Jahr 1971, wobei der Wert des Goldes wieder von Angebot und Nachfrage bestimmt wurde, stieg der Preis des Edelmetalls zunächst stark an.

Während der Zeit von Bretton-Woods – zwischen 1944 und 1973 – kostet eine Unze Feingold 35 US-$. Damals garantierten die Vereinigten Staaten diesen Wechselkurs für fremde Zentralbanken, wenn diese sich an die fixen Wechselkurse hielten.

Das System ließ sich jedoch in der Zeit des boomenden Welthandels nach dem 2. Weltkrieg nicht aufrecht erhalten. Was folgte war eine starke Wertsteigerung des Edelmetalls. Und diese führte den Goldpreis bis 1980 auf nominal 850 US-$.

Auch aus heutiger Sicht ist der Preisanstieg des Goldes, selbst wenn man die Entwicklung der Inflation einbezieht, mehr als deutlich. Wenn der Goldpreis unter diesen Aspekten zu Zeiten des Goldstandards 206 US-$ pro Feinunze gekostet hätte, so notierte das Edelmetall Anfang des Jahres 2016 bei etwa 1.240 US-$.

Die Goldpreisentwicklung der vergangenen Jahrzehnte

Nach 1980 folgte beim Goldpreis eine 2 Jahrzehnte währende Phase der Preisstagnation. Erst zu Beginn des neuen Jahrtausends, als die Feinunze Gold nominal 255 US-$ kostete, setzte erneut ein starker Aufwärtstrend ein. Dieser führte den Preis des Edelmetalls auf den bisherigen Höchststand von 1.920 US-$ im Herbst 2011.

Im Laufe der Jahrtausende der Menschheitsgeschichte hat Gold seine Bedeutung als Zahlungsmittel, als Wertaufbewahrungsmittel, als Wertmaßstab, als Schmuck oder in der Kunst nie gänzlich verloren. Dennoch ist der Preis des Edelmetalls nicht gegen Wertschwankungen gefeit.

Der Wertverlust des Goldes zwischen 2011 und 2014 hat verschiedene Ursachen. Denn obwohl in dieser Zeit der Euro offenbar in der Krise steckt, der ehemals boomende chinesische Markt immer wieder Rückschläge verbuchen muss und eine weltweite Abkühlung der Wirtschaft droht, findet keine Flucht in den „sicheren Hafen“ Gold statt.

Stattdessen waren viele chinesische Anleger im Hinblick auf ihre deutlichen Verluste an den Aktienmärkten gezwungen, ihre Goldreserven zu veräußern. Und das führte zu einem größeren Angebot und zu niedrigeren Preisen.

Da auch in Zukunft mit weiteren Krisen und wirtschaftlichen Rückschlägen gerechnet werden muss, bleibt Gold für viele Anleger als besonders wertstabiles Investment attraktiv.

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