Silber, Gold, Geld

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Lesen Sie hier den zweiten Teil des Beitrags Silber ist Geld

 

Das Wichtigste zu echtem Geld, Gold und Silber 

Erstens: Silber blieb viel länger als Tauschmedium( echtes Geld) im Umlauf als Gold und überlebte bis 1965, wohingegen in den USA Gold bereits 1933 aus dem Verkehr gezogen und von da an nur noch zum Ausgleichen der Handelsbilanz verwendet wurde, bis sich 1971 das Goldfenster schloss.

 

Zweitens: Um wirklich zu begreifen, was Präsident Johnson tat, müssen Sie die Rechtsgrundlagen verstanden haben. Ein Vertrag ist heilig und darf nicht gebrochen werden – aber im Grunde hat Johnson nichts anderes gemacht, als den Kongress zu drängen, den Vertrag mit der amerikanischen Bevölkerung zu brechen, der auf jedem einzelnen Silberzertifikat aufgedruckt war. Einige Amerikaner, die sich dessen bewusst waren, horteten deshalb jede 90-prozentige Silbermünze, die ihnen in die Hände fiel.

 

Drittens: Es ist ein Trugschluss zu denken, dass zu wenig Gold oder Silber übrig sei, um es als Währung zu benutzen. Das kriege ich immer und immer wieder zu hören – und es ist eine vollkommene Fehleinschätzung. Die richtige Beobachtung wäre vielmehr, dass gegenüber dem zurzeit tatsächlich existierenden echten Geld zu viele Papierforderungen herausgegeben wurden.

 

Schließlich ist noch zu bemerken, dass im Falle eines echten Goldstandards viele Finanzplaner arbeitslos wären. So abwegig es auch klingen mag, betrachten Sie es doch mal logisch: Wenn das Währungssystem auf festen Gewichten und Maßeinheiten gründen würde, dann würden Sie zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie in den Arbeitsmarkt treten – sagen wir mit 20 –, genau wissen, wie viel Sie ansparen müssten, um mit 65 in Rente gehen zu können. Warum? Weil Ihre Kaufkraft nahezu konstant bleiben würde. In einem ehrlichen Geldsystem bleiben die Zinsen stabil, und langfristige Planungen werden erheblich vereinfacht. Bei einem echten Goldstandard steigt Ihre Kaufkraft über die Jahre sogar ein wenig, sodass Sie nach 35 Jahren Arbeit für eine Unze Gold geringfügig mehr bekommen werden.

 

Natürlich ist auch ein echter Goldstandard nicht perfekt, und es wird auch da Probleme geben, das liegt in der Natur des Menschen. Die potenzielle Kaufkraft von Gold wird Einfluss auf die Verwendung von Silber als Geld nehmen. Nehmen wir an, Gold steigt auf 2.000 US-Dollar pro Unze, dann wäre die kleinste praktikable Münze von einer Zehntelunze immer noch ungefähr 200 Dollar wert. Das wäre für die meisten Alltagsgeschäfte immer noch viel zu viel – zum Beispiel um Brot, Milch oder Benzin zu kaufen. Wenn im Einzelhandel Münzen verwendet werden sollen, dann wird uns nicht viel anderes übrig bleiben, als zu Gold, Silber und Kupfer zurückzukehren.

 

Betrachten wir noch einmal die synthetischen Währungen, die sogenannten Fiat-Währungen. Die Probleme hängen alle miteinander zusammen. Inhaber von US-Staatsanleihen werden unruhig und gereizt, weil sie gezwungen werden, Dollars anzuhäufen, die im Vergleich zu ihrer Währung stetig an Wert verlieren. Weil die Kaufkraft des Dollars immer weiter fällt, sind fremde Nationen immer weniger an ihm interessiert. Aber sie sind in einem System gefangen, das wenig Anlass zu Erleichterung gibt. Langfristig – und die Frist ist fast abgelaufen – werden diese Länder nicht nur danebenstehen und warten, dass ihre Währungen immer teurer werden, nur um zusehen zu dürfen, wie ihre Exportgeschäfte zum Wohle der USA Schaden nehmen. Während die Talfahrt des Dollars weitergeht, wird es vermehrt zu Konkurrenz kommen.

 

Dadurch könnte es zu Devisenkontrollen, Währungsblöcken und anderen Varianten der ökonomischen Kriegsführung kommen. Weil sie sich einen strategischen Vorteil erhoffen, tauschen einige Länder US-Staatsanleihen gegen Gold ein. Das zeigt seine Auswirkungen auf Amerika, weil die Vereinigten Staaten ihre Dominanz an den Finanzmärkten verlieren, und damit schwinden auch Ansehen und Macht.

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