Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom
Soft Commodities
Wie erwartet konnten die Maispreise leichte Zugewinne verbuchen.
Der Grund dafür sind nach wie vor schlechte Wetterbedingungen in den US-Anbaugebieten, die teilweise noch immer die Aussaat verzögern respektive sich negativ auf die die bereits ausgesäten Pflanzen auswirken.
Im Mittelwesten der USA liegen die Temperaturen gegenwärtig um 9 Grad Fahrenheit unter dm Durchschnitt und bedrohen die Aussaat. Tatsächlich sind gegenwärtig nur 26 % der Aussaat durch den Boden gebrochen, im Vergleich zu 56 % im Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre. Zudem haben einige Farmer die Aussaat noch immer nicht abgeschlossen. Hinzu kommen die Befürchtungen, dass die massiven Regenfälle einen großen Teil des Stickstoffs im Boden unter das Wurzelwerk der Pflanzen gespült haben, was die Befürchtungen auf weitere Reduktionen Ertragsraten verstärkt.
Mais zur Lieferung im Juli notiert gegenwärtig bei 6 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Reis setzte wie erwartet in dieser Woche zunächst zu weiteren Verlusten an um hernach wieder zuzulegen. Zwischenzeitlich war der Preis pro Zentner Reis auf 19,50 US-Dollar gefallen.
Gegenwärtig notiert Reis zur Lieferung im Juli bei 20,81 US-Dollar pro Zentner an der CBOT. Nach wie vor ist die Angebotssituation bedrohlich. Hinzu kommen Befürchtungen in Bezug auf sinkende Felderträge und eine wenig starke Ausweitung der Produktion in Asien. Hinzu kommt der massive Schaden an der Reisernte in Myanmar aufgrund der verheerenden Zyklon-Katastrophe. Auch im indischen Staat Kerala haben heftige Regenfälle die Ernte beschädigt.
Auch Sojabohnen erhielten, allerdings erst zum Ende der Woche hin weitere Preisunterstützung, nachdem die Verhandlungen der argentinischen Farmer mit der Regierung in Bezug auf die Exportsteuer zu keinem Ergebnis geführt hatten. Der Ausfall der Argentinier führt zu einer steigenden Nachfrage nach US-Sojabohnen. Tatsächlich sind die US-Sojabohnenexporte von September 07 bis Mai 08 um 3,6 % auf ein rekordhohes Level von 29,47 Millionen Tonnen gestiegen.
Sojabohnen zur Lieferung im Juli notieren gegenwärtig bei 13,63 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Die US-Weizenpreise gaben im Wochenvergleich weiter ab, aufgrund positiver Wetterbedingungen. In den südlichen Great Plains der USA und in Kanada verbessern gegenwärtig Regenfälle die Ertragsaussichten für die Winterweizenernte. Der Winterweizen befindet sich in einem guten Zustand und das kommende Angebot nach der Winterweizenernte drückt gegenwärtig auf die Preise.
Weizen zur Lieferung im Juli notiert gegenwärtig bei 7,53 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Nach wie vor ist vornehmlich der massive spekulative Faktor im Ölmarkt aktiv. Rohöl zeigt sich gegenwärtig höchst attraktiv als Investment. Weitere Preisgewinne sind in der kommenden Woche zunächst möglich, bevor es zu einer Trendwende kommen kann.
Gold dürfte weitere moderate Preisgewinne verbuchen. Ein Rückgang der Rohölpreise könnte allerdings auch zwischenzeitlich Druck auf die Goldpreise ausüben.
Die Kupferpreise könnten durchaus zwischenzeitlich noch weitere Verluste sehen. Wenn allerdings die Produktionsausfälle aus der Demokratischen Republik Kongo in den Markt finden, könnte dies den Kupferpreisen von einem niedrigeren Preislevel aus wieder neue Unterstützung bieten.
Für Mais sind die Aussichten weiterhin bullisch. Weitere moderate Preisgewinne sind in der kommenden Woche möglich.
Reis könnte ebenfalls leichte Preisgewinne verbuchen. Ebenso wie Sojabohnen.
Weizen könnte von seinem günstigen Level aus, neue Käufer aus Übersee anziehen und einen moderaten Preisanstieg verbuchen.
So long liebe Leser…ich wünsche Ihnen ein geruhsames und wohlverdientes Wochenende und bis Montag…
Ihre Miriam Kraus
Belehrung:
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