Rohstoffe Wochenrückblick Teil 2 und Ausblick

in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom


von Miriam Kraus

Soft Commodities

Wie erwartet bewiesen die Agrarrohstoffe auch in dieser Woche weiterhin ihren starken Aufwärtstrend.

Als großer Gewinner erwiesen sich auch in dieser Woche wieder die Sojabohnen. Der Markt erhält dabei weiterhin große Unterstützung durch den Chinafaktor. China, das bereits im Vorfeld aufgrund widriger Wetterbedingungen geringere Ernteerträge aufwies und gezwungen war auf dem Weltmarkt Sojabohnen zuzukaufen erlebt nun zudem eine massiv steigende Teuerungsrate für Lebensmittel, aufgrund der verheerenden Schneestürme, die die Versorgung mit Lebensmitteln erschweren. Chinas Sojabohnenimporte sind im Januar um 41,5 % gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres auf 3,4 Millionen Tonnen gestiegen.


Die starke Nachfrage durch China, in Verbindung mit steigenden Inflationsraten in den USA und China, sowie der steigenden Attraktivität von Agrarrohstoffinvestitionen als Absicherungselement wirken stark preisunterstützend.

Gegenwärtig notieren Sojabohnen zur Lieferung im März bei 14,14 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Die Weizenpreise erhielten weiterhin Unterstützung durch nach wie knappe Lagerbestände weltweit und die dementsprechend hohe Nachfrage.

So plant Pakistan beispielsweise gegenwärtig den Kauf von 1,7 Millionen Tonnen Weizen. Südkorea gab überdies bekannt weitere 275.000 Tonnen Weizen zu importieren.

Weizen zur Lieferung im März notiert gegenwärtig bei 10,47 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Mais profitierte vor allem von der Anbauflächen-Prognose der USDA, für die kommende Ernte. So erwartet die USDA aufgrund der hohen Preise sowohl einen Anstieg der Anbaufläche für Sojabohnen um 12 % (auf 71 Millionen acres), als auch einen Anstieg der Anbaufläche für Weizen um 6 % (auf 64 Millionen acres) in den USA. Dagegen prognostiziert die USDA eine Abnahme der Anbaufläche für Mais um 3,8 % auf 90 Millionen acres.

Mais zur Lieferung im März notiert gegenwärtig bei 5,20 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Ausblick

Die Rohölpreise dürften weiterhin stark schwankungsanfällig bleiben. So lange eine bullische Grundstimmung herrscht und der spekulative Charakter weiterhin den Markt stark mitbestimmt behalten die Ölpreise ihr Potenzial nach oben. Dennoch besteht nach wie vor eine hohe Korrekturanfälligkeit.

Die Goldpreise dürften in der kommenden Woche ihren Aufwärtstrend weiter fortsetzen.

Die Kupferpreise erweisen sich gegenwärtig als durchaus anfällig für eine Korrekturbewegung.

Die Agrarrohstoffe dürften ihren starken Preistrend weiter fortsetzen.

So long liebe Leser…ich wünsche Ihnen ein beschauliches und schönes Wochenende und bis Montag…

Ihre Miriam Kraus

Belehrung:

Dieser Newsletter enthält keine Handlungsempfehlungen. Es handelt sich in diesem Falle um ein rein informatives Produkt. Die Nutzung der Veröffentlichungen als Anregung zur Investition geschieht auf eigene Gefahr. Für sich daraus ergebende, etwaige Schäden sind weder die Redaktion des Rohstoff Daily noch der Investor - Verlag haftbar zu machen. Konkrete Handlungsempfehlungen erhalten Sie durch die vom Investor - Verlag angebotenen Börsenbriefe.

von
Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

Information zu alt? Chance verpasst? Geld verschenkt?


ähnliche Beiträge:

Artikel bewerten
Durschnittliche Wertung:
0 Sterne
Wertungen:
0 insgesamt
Artikel weiterempfehlen
Kommentar abgeben

* = Pflichtfeld, bitte unbedingt ausfüllen

Kommentare Kommentar abgeben