Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom
Soft Commodities
Wie erwartet notieren die Weizenpreise im Wochenvergleich mit Verlusten.
Weizen zur Lieferung im Dezember notiert gegenwärtig bei 7,80 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Grund dafür war, wie in der vergangenen Woche erläutert, dass sich die Importeure inzwischen bereits weitestgehend mit Weizen eingedeckt haben und die massiv starke Nachfrage nach US-Weizen gegenwärtig etwas rückläufig ist.
So gaben Ägypten und Italien im Verlauf der vergangenen Woche die Stornierung ihrer Kaufaufträge, in Höhe von 187.000 Tonnen Weizen bekannt.
Die gesamten US-Weizenexporte fielen in der vergangenen Woche um 67 % gegenüber der Vorwoche auf 180.200 Tonnen. Weizen schien den Käufern zu hoch im Preis.
Nachdem die Weizenpreise allerdings weiter unter Druck gerieten und der schwache US-Dollar einen Kauf wieder attraktiver macht, gab Ägypten heute den Kauf von 80.000 Tonnen Weizen bekannt.
Wie erwartet hielten sich die Sojabohnenpreise weiterhin auf ihrem hohen Preisniveau. Sojabohnen zur Lieferung im Januar notieren gegenwärtig 10,16 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Grund dafür waren Prognosen in Bezug auf sinkende Felderträge der kommenden Ernte, aufgrund von Trockenheit.
Ausblick
Die Rohölpreise könnten in der kommenden Woche leicht abgeben. Beim gegenwärtig hohen Preisniveau dürften Gewinnmitnahmen möglich sein. Der Markt könnte die Preisentwicklung in dieser Woche als leichte Überreaktion betrachten. Dennoch dürften sich Preisverluste moderat halten, bevor weitere Preisanstiege im Rahmen liegen.
Gold könnte auch in der kommenden Woche seinen Aufwärtstrend weiter fort setzen.
Silber ebenso.
Kupfer könnte in der kommenden Woche zunächst weiter abgeben. Preisverluste könnten aber moderat ausfallen.
Die Nachfrage nach US-Weizen ist gegenwärtig nicht stark genug um das hohe Preisniveau zu halten. Aus diesem Grund sind weitere Preisverluste möglich, die aber moderat ausfallen könnten, im Hinblick auf einen möglicherweise schwachen US-Dollar-Kurs, der den Erwerb für ausländische Käufer zum gegenwärtigen Preisniveau rechtfertigen könnte.
Sojabohnen könnten ihr Preisniveau zunächst weiter halten.
So long liebe Leser….ich wünsche Ihnen hiermit ein wunderschönes Wochenende und bis Montag…
Ihre Miriam Kraus
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