Rohstoffe Wochenrückblick Teil 2 und Ausblick

in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom


von Miriam Kraus

Soft Commodities

Weizen gab im Wochenvergleich weiterhin ab auf gegenwärtig 8,02 US-Dollar pro Scheffel zur Lieferung im Dezember an der CBOT.


Obgleich die US-Weizenexporte gegenüber der Vorwoche um 44 % auf 556.300 Tonnen gesunken sind, wurden weitere Preisverluste vermieden, nachdem Australien seine Ernteeinschätzungen weiterhin verringert hatten. Für die Region New South Wales prognostiziert das australische Landwirtschaftsministerium einen weiteren Ernterückgang um 26%.

Sojabohnen legten dagegen wieder kräftig zu und überschritten zum Ende der Woche hin wieder die 10 US-Dollar-Marke.

So notiert der Januar-Kontrakt gegenwärtig bei 10,17 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT. Die steigende chinesische Nachfrage ist auch hierfür ausschlaggebend. Aufgrund von Missernten erhöhte China die Sojabohnenimporte auf 1,9 Millionen Tonnen im September. Das entspricht einem Anstieg von 5,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Grains wurden aber auch durch einen spekulativen Faktor angetrieben. Investoren erkennen verstärkt die Attraktivität der Investments in Agrarrohstoffe. Hier ist auch ein Absicherungselement enthalten.

Der schwache US-Dollar, zusammen mit den hohen Energiepreisen unterstützte die Getreidepreise auf spekulativer Basis.

Ausblick

Sowohl die gegenwärtigen politischen Spannungen im Mittleren Osten, als auch die Weigerung der OPEC die Produktion nennenswert zu erhöhen, dürften den Ölpreisen, weiterhin Aufwind verleihen. Der Markt könnte den Aufwärtstrend zunächst, auf eher spekulativen Faktoren aufbauend weiter verfolgen. Sollte der US-Dollar nicht eine stärkere Erholung gegenüber den anderen Leitwährungen vollziehen, dürfte dies auch ein Indikator für weiterhin hohe Preise sein.

Die Gold-Rally dürfte sich auch in der kommenden Woche weiter fort setzen.

In Korrelation dazu ebenfalls Silber.

Die Preise dürften auch saisonal bedingte Unterstützung durch die Schmuckindustrie erhalten.

Die Kupferpreise dürften sich in der kommenden Woche zunächst zumindest auf ihrem gegenwärtigen Preisniveau halten. Der Chinafaktor dürfte den Preisen weiterhin Unterstützung bieten, ebenso wie die US-Dollar-Schwäche, die den Kauf des Industriemetalls für Marktteilnehmer, welche andere Währungen halten attraktiver macht.

Dennoch könnten US-Rezessionsbedenken, die Preisgewinne eher moderat halten.

Gegenwärtig haben sich die Importeure weitestgehend mit Weizen eingedeckt bis zur kommenden Winterweizenernte, ein Indikator für die gegenwärtige Korrektur. Doch das bullische fundamentale Szenario bleibt bestehen und spekulative Faktoren dürften dafür sorgen, dass sich Weizen mittelfristig wieder in eine Erholungsphase begeben dürfte. Dennoch sind in der kommenden Woche weitere Preisverluste möglich.

Sojabohnen könnten ihr Preisniveau zunächst weiter halten. Auch hier sorgen der spekulative Faktor und vor allem die US-Dollar-Schwäche für die hohen Preise.

So long liebe Leser...ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und bis Montag

Ihre Miriam Kraus

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Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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