Rohstoffe Wochenrückblick Teil 2 und Ausblick

in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom


von Miriam Kraus

Soft Commodities

Weizen zeigte sich wie erwartet im Wochenvergleich wieder mit starker Tendenz.

Gegenwärtig notiert Weizen zur Lieferung im September bei 6,47 US Dollar pro Scheffel an der CBOT.


Weizen war zuvor am Donnerstag bis auf einen Rekordpreis von 6,64 US Dollar gestiegen. Grund dafür waren die signifikant hohen US Exportzahlen. So exportierten die USA bislang 2,08 Millionen metrische Tonnen an Weizen aus der letzten Winterweizenernte. Das entspricht der höchsten Exportrate seit 1996.

Die Weizenexporte sind gegenüber dem Vorjahr um 66 % gestiegen.

Hierfür gibt es zwei Gründe: Einerseits die weltweit gering ausgefallenen Weizenernten, aufgrund von widrigen Wetterverhältnissen, welche die Käufer auf die USA, als einen der größten Weizenproduzenten der Welt zurückgreifen lässt. Und andererseits wirkte sich die bisherige US Dollarschwäche ebenfalls positiv auf die US Exporte aus. Eine Währungsschwäche ist immer ein guter Indikator für einen steigende Exportrate.

Die Veröffentlichung des besagten US Regierungsberichts, zusammen mit dem Anstieg des US Dollar gegenüber dem Euro löste nun die Spekulation unter den Tradern aus, die Weizenexportrate könne wieder rückläufig werden, was den Preisrückgang auf 6,47 US Dollar erklärt.

Mais zeigte sich im Wochenvergleich unverändert bei gegenwärtig 3,16 US Dollar pro Scheffel an der CBOT im September Kontrakt.

Auch Mais korrelierte in dieser Woche zur Entwicklung des US Dollar. Dennoch zeigt sich Mais gegenwärtig nur mit moderaten Preisveränderungen, da hier eine Überschussproduktion besteht.

Sojabohnen korrigierten wie erwartet in dieser Woche noch weiter bei gegenwärtig 8,22 US Dollar pro Scheffel im Septemberkontrakt. Auch hier zeigte sich einerseits eine Dollar Korrelation. Sojabohnen mussten dennoch stärkere Verluste hinnehmen, aufgrund von Spekulationen die Nachfrage aus der chinesischen Schweinemast aufgrund von Tiererkrankungen und hohen Sojapreisen.

Ausblick

Bei der gegenwärtigen Lage ist davon auszugehen, dass die Rohölpreise auch in der kommenden Woche ihr hohes Preisniveau halten werden.

WTI dürfte sich vornehmlich nach der Bestandsveränderung der US Lagerbestände richten. Sollte sich erweisen, dass die Benzinbestände eher gestiegen sind, könnte sich dies durch leichte Verluste äußern.

Brent Crude dagegen könnte eher moderate Preisgewinne erzielen. Möglicherweise könnte sich der Ausfall zweier Nordseegasfelder leicht preissteigernd auswirken.

Grundsätzlich dürften die Rohölpreise in der kommenden Woche eher mit geringen Preisveränderungen notieren.

Gold könnte in der kommenden Woche, aufgrund der signifikanten Korrelation zum US Dollar allerdings wieder Gewinne verzeichnen, wenn sich die Attraktivität des US Dollar schmälert, dank des Subprime Lender Debakels, die mit ihren Hypothekenvergaben hohe Verluste erzielen. Dies könnte die Nachfrage nach US Aktien etwas schmälern, wobei die Edelmetalle in diesem Szenario wieder an Attraktivität zugewinnen.

Silber dürfte weiterhin in Korrelation zu Gold notieren.

Kupfer könnte nach der Korrektur der vergangenen Woche in der kommenden Woche wieder Preisgewinne verbuchen. Das fundamentale Underlying ist bullisch zu werten. Doch scheint der Preisrückgang ebenfalls darauf hin zu deuten, dass die Anleger ebenfalls die Möglichkeit in Betracht ziehen, Kupfer könnte überspekuliert wirken.

Blei könnte zunächst noch weitere Verluste hinnehmen müssen. Hernach dürfte sich der Preis auf einem gerechtfertigteren Level wieder konsolidieren.

Weizen zeigt gegenwärtig eine Korrelation zum US Dollar, die so lange die Exportrate den Preis bestimmt Bestand haben dürfte. Möglicherweise könnte Weizen noch einmal leichte Preisgewinne verbuchen. Zumindest sollte das Grain auf weiterhin hohem Preisniveau notieren.

Mais könnte in der kommenden Woche wieder leicht stärker tendieren.

Sojabohnen könnten zunächst noch weiterhin leichte Preisrückgänge erfahren.

So long liebe Leser...ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen

Ihre Miriam Kraus

Belehrung:

Dieser Newsletter enthält keine Handlungsempfehlungen. Es handelt sich in diesem Falle um ein rein informatives Produkt. Die Nutzung der Veröffentlichungen als Anregung zur Investition geschieht auf eigene Gefahr. Für sich daraus ergebende, etwaige Schäden sind weder die Redaktion des Rohstoff Daily noch der Investor - Verlag haftbar zu machen. Konkrete Handlungsempfehlungen erhalten Sie durch die vom Investor - Verlag angebotenen Börsenbriefe

von
Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

Information zu alt? Chance verpasst? Geld verschenkt?


ähnliche Beiträge:

Artikel bewerten
Durschnittliche Wertung:
0 Sterne
Wertungen:
0 insgesamt
Artikel weiterempfehlen
Kommentar abgeben

* = Pflichtfeld, bitte unbedingt ausfüllen

Kommentare Kommentar abgeben