Rohstoffe Wochenrückblick Teil 2 und Ausblick

in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom


von Miriam Kraus

Soft Commodities

Wie erwartet zeigte sich Weizen in dieser Woche wieder mit starker Tendenz.

An der CBOT notiert der September Kontrakt gegenwärtig bei 6,20 US Dollar pro Scheffel.


Nach wie vor herrscht eine weltweite Angebotsverknappung im Weizen. Australiens Ernte in diesem Jahr lag um 57 % unter der des Vorjahres, aufgrund der massiven Dürre. Bereits die Ernte im letzten Jahr war rückläufig gewesen aufgrund massiver Trockenheit.

In der vergangenen Woche erhielt Weizen nun zusätzliche Unterstützung durch einen Bericht des US Landwirtschaftsministeriums, welcher Ernteschäden aufgrund massiver Regenfälle in den südlichen Great Plains zum Gegenstand hatte.

Die Ernteprognose wurde noch einmal um 1,4 % auf 2,1 Milliarden Scheffel gesenkt.

Viermal so starke Regenfälle wie üblich haben in Teilen von Texas, Oklahoma und Kansa die Winterweizenernte derartig stark beschädigt, dass man nun von einem weiteren Absinken der globalen Jahresendlagerbestände um mindestens 6,1 % ausgeht.

Wie erwartet zeigte sich Mais im Wochenvergleich wieder mit Preisgewinnen. Gegenwärtig notiert Mais zur Lieferung im September bei 3,49 US Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Grund dafür war einerseits die steigende Exportrate, sowie auch die Spekulation die Maisanbaugebiete westlich des Mississippi könnten von einer extremen Trockenheit getroffen werden.

Gegen Ende der Woche musste Mais allerdings wieder abgeben, da sich die Wetterprognose nicht eingestellt hatte und nach wie vor 70 % der Pflanzen in einem exzellenten Zustand sind.

Zudem zeigte der USDA Bericht, dass die Maislagerbestände wesentlich weniger stark gefallen sind als angenommen. Gemäß dem aktuellen Bericht werden die Jahresendlagerbestände in den USA auf 1,5 Milliarden Scheffel an unverkauften Mais ansteigen. Diese Einschätzung liegt 32 % über den vorherigen Prognosen.

Ausblick

Das gegenwärtige Szenario ist als äußerst bullisch für Erdöl zu deuten. Schätzungen zufolge werden die Erdöllieferungen aus der Nordsee im nächsten Monat um 6,8 % zurückgehen.

Die Internationale Energie Behörde gab zudem bekannt, die weltweite Nachfrage nach Erdöl werde im kommenden Jahr um 2,5 % steigen.

Mit dem Hintergrund steigender Raffinerie – und Produktionsausfälle, sowie der anhaltenden politischen Brisanz in Afrika entsteht hier ein Szenario in welchem auch die Fonds verstärkt in den Markt drängen.

Zunächst dürften sich aus diesen Gründen die Rohölpreise weiterhin mit starker Tendenz zeigen.

Die Dollar Korrelation dürfte noch nicht als Signal für einen neuen Aufwärtstrend verstanden werden. Somit könnte Gold in der kommenden Woche eher moderate Preisgewinne erwarten.

Ebenso Silber.

Palladium könnte noch weiterhin leicht abgeben, um hernach zu konsolidieren.

Kupfer dürfte sich jetzt in einer Konsolidierungsphase befinden. Den Preis unterstützende Meldungen könnten Kupfer noch zu weiteren moderaten Gewinnen verhelfen, doch ein neuer Trend sollte hierbei noch nicht entstehen.

Blei dürfte bei der gegenwärtigen Angebotslage durchaus das Potenzial aufweisen noch weitere Gewinne zu verbuchen.

Weizen dürfte seine stärkere Wochentendenz zunächst weiter fortsetzen.

Mais könnte in der kommenden Woche, trotz des bärischen Berichtes durch die USDA seine starke Tendenz zunächst weiter fortsetzen. Der Markt reagiert gegenwärtig sehr stark auf die Exportzahlen, welche sich bei einem anhaltend schwächeren US Dollar, sowie den gegenwärtigen Maispreisen, welche nicht mehr überkauft wirken, positiv gestalten könnten.

So long liebe Leser...ich wünsche Ihnen ein erholsames und sonniges Wochenende...

Ihre Miriam Kraus

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Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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