Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom
Soft Commodities
Die Weizenrallye zeigt sich wie erwartet weiterhin ungebrochen. Am Donnerstag zogen die Preise über die 6 US Dollar Marke hinweg auf neue 11 Jahres Hochs.
Das sinkende weltweite Angebot und die Prognose, dass die globalen 07/08 Lagerbestände bereits auf ein 30 Jahres Tief fallen werden waren ein Grund dafür.
Hinzu kommen die Wettervorhersagen, welche weiterhin Regen im Mittelwesten der USA prognostizieren.
Darüber hinaus wurden am Mittwoch weitere Berichte veröffentlicht die einen signifikanten Ernteschaden an der Roter – Winter – Weizen Ernte in Oklahoma und Kansas, aufgrund der starken Regenfälle zum Inhalt haben.
Gegenwärtig notiert Weizen zur Lieferung im September bei 6,24 US Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Auch Mais zeigte sich im Wochenvergleich mit starker Tendenz.
Der Grund waren einerseits Wettervorhersagen, welche für den östlichen Mittelwesten der USA weiterhin Trockenheit prognostizieren.
Die bullischen Wetternews erhielten Unterstützung durch äußerst verhaltene Produzentenverkäufe, welche sich die leicht bullischen News zu Nutze machten um die Preise weiter nach oben zu treiben.
Gegenwärtig notiert Mais zur Lieferung im Juli bei 4,18 US Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Auch die Sojabohnen konnten schlussendlich von der prognostizierten Trockenheit im östlichen Mittelwesten profitieren.
Obgleich der Julikontrakt an der CBOT im Wochenvergleich unverändert bei 8,07 US Dollar pro Scheffel notiert.
Sojaöl dagegen konnte sich von seinen Verlusten in Korrelation zum malaysischen Palmöl bereits wieder erholen und notiert gegenwärtig bei 35,87 US Cent pro Pfund im Julikontrakt an der CBOT.
Sojamehl zeigte sich im Wochenvergleich mit den stärksten Preisgewinnen im Sojakomplex bei gegenwärtig 233,50 US Dollar pro short Tonne im Juli an der CBOT.
Ausblick
WTI Crude sollte weiterhin eine stärkere Tendenz aufweisen, bei sinkenden Lagerbeständen und erhöhter Produktionskapazität einzelner Raffinerien.
Brent Crude könnte zunächst eher eine seitliche Tendenz verfolgen, bei möglicherweise eingekehrter politischer Ruhe in Nigeria.
Zudem könnten sich mögliche Beschlüsse der OPEC die Förderkürzungen zunächst nicht weiter zu betreiben auf einen sinkenden Preis auswirken.
Grundsätzlich dürften sich die Preise für die beiden Süßrohöle künftig weiter annähern.
US Benzin könnte zunächst seine stärkere Tendenz fortsetzen.
Gold könnte zunächst wieder in einen leichten Abwärtstrend geraten, da saisonal bedingt der Juni eher für niedrigere Preise steht, aufgrund des Endes der Hochzeitssaison in Indien. Danach sollte Gold allerdings wieder einen starken Aufwärtstrend beginnen.
Ähnlich verhält es sich mit Silber.
Mögliche Minenstreiks dürften die Kupferpreise zunächst einmal stützen. Tendenziell sollte Kupfer allerdings bald in eine schwache Tendenz übergehen.
Nickel dürfte weiterhin eine schwache Tendenz zeigen, nach der Einführung der neuen LME Regeln, sofern Hedge Fonds nicht weiterhin die Preise künstlich nach oben spekulieren.
Weizen dürfte seinen Aufwärtstrend noch nicht beendet haben. Die weltweiten Endlagerbestände dürften noch weiter rückläufig sein.
Gegenwärtig prognostiziert ein Wetterbericht Regen für die Mais und Sojaanbaugebiete. Dies könnte die Preise möglicherweise etwas drücken.
Sojaöl dürfte auch weiterhin von der den vegetabilen Ölen zugrunde liegenden Idee in Bezug auf die Nachfragesteigerung profitieren. Ebenso von überteuerten Palmölpreisen, welche Käufer zum Sojaöl wechseln lassen könnten.
Sojamehl könnte in Korrelation zum Öl eine leicht stärkere Tendenz erwarten.
So long liebe Leser...ein angenehmes Wochenende wünsche ich Ihnen und bis Montag...
Ihre Miriam Kraus
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