Rohstoffe Wochenrückblick Teil 2 und Ausblick

in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom


von Miriam Kraus

Soft Commodities

Kakao musste empfindlich nachgeben, nachdem die Elfenbeinküste, weltweit größter Kakaoproduzent, mit einem Weltmarktanteil von 39 % bekannt gab, die Kakaoproduktion für das gegenwärtige Wirtschaftsjahr werde sich auf 1,4 Millionen metrische Tonne erhöhen. Im letzten Jahr hatte Elfenbeinküste 1,36 Millionen metrische Tonnen Kakao produziert.


Kakao fiel auf gegenwärtig 1825 US Dollar pro metrische Tonne im Julikontrakt an der Euronext/Liffe.

Weizen zeigte wie erwartet weiterhin eine stärkere Tendenz, nach wie vor mit Unterstützung durch knappe weltweite Endlagerbestände. Nach wie vor unterstützt ebenfalls die ukrainische Dürre das bullische Lager. Hinzu kommt, dass Indien angekündigt hatte 5 Millionen Tonnen an Weizen importieren zu wollen. Dies wiederum treibt die Hoffnung auf steigende US Exportzahlen.

Weizen notiert gegenwärtig bei 5,40 US Dollar pro Scheffel im Septemberkontrakt an der CBOT.

Sojabohnen zeigten ebenfalls eine stärkere Tendenz. Grund dafür war erstens die Trockenheit im östlichen Getreidegürtel mit der Spekulation auf niedrigere Felderträge, zweitens die geringere Anbaufläche für die Aussaat 2007 und drittens die Lagerbestandsprognose, welche für das Wirtschaftsjahr 07/08 sinkende Bestände vorhersieht.

Sojabohnen zur Lieferung im Juli notieren gegenwärtig bei 8,07 US Dollar pro Scheffel.

Sojaöl notierte in Korrelation zu steigenden Preisen für vegetabile Öle und Erdöl ebenfalls höher bei gegenwärtig 35, 58 US Cent pro Pfund im Juli an der CBOT.

Sojamehl konnte in Korrelation zu den Bohnen und in Bezug auf die Spekulation auf eine geringer ausfallende 07 Ernte ebenfalls zulegen. Sojamehl zur Lieferung im Juli notiert gegenwärtig bei 224, 60 US Dollar pro short Tonne an der CBOT.

Mais zeigte sich wie erwartet zunächst eher verhalten, zum Ende der Woche hin allerdings wieder mit leicht stärkerer Tendenz. Dies aufgrund von Wettervorhersagen, welche das Auftreten des Wetterphänomens La Nina in ein bis drei Monaten prognostizieren.

Im Wochenvergleich notierte Mais etwas schwächer bei gegenwärtig 3,83 US Dollar pro Scheffel im Juli an der CBOT.

Ausblick

WTI Crude könnte zunächst mit nur leichten Preisveränderungen reagieren um hernach in einen stärkeren Aufwärtstrend überzugehen.

Brent Crude dürfte sich zunächst ähnlich verhalten. Der Preisunterschied zwischen dem in den USA gehandelten WTI und dem Londoner Brent könnte in der nächsten Zeit wieder geringer werden.

US Benzin könnte zunächst seine schwächere Tendenz weiter fortsetzen um hernach in eine Konsolidierungsphase überzutreten, da der Anstieg der Benzinlager in den USA einem West – Ost – Gefälle unterliegt. An der US Westküste befinden sich weitaus mehr Raffinerien als an der Ostküste, aus diesem Grund ist der Anstieg der US Benzinlagerbestände nur an der Westküste zu beobachten gewesen. An der Ostküste waren die Lagerbestände dagegen tatsächlich um 200 000 Barrel gesunken. So bald dieser Umstand einen Weg in den Markt findet kann von wieder steigenden Preisen ausgegangen werden.

U308 sollte auch weiterhin seine starke Tendenz verfolgen, bis eine Preiskonsolidierung einen teureren Abbau rechtfertigt und damit schließlich das Angebot erhöht. Dies ist langfristiger zu betrachten.

Gold dürfte in der kommenden Woche bei wieder ansteigenden US Dollarkursen weiterhin eine schwächere Tendenz aufweisen.

Silber dürfte zunächst ebenfalls in Korrelation zu Gold abgeben, um allerdings rascher in eine Erholungsphase überzutreten.

Die Basismetalle dürften in der kommenden Woche noch nicht das Zeichen für die Trendwende sehen. Kupfer und Nickel könnten zunächst noch weiterhin eine schwächere Tendenz zeigen.

Kakao könnte seine schwächere Tendenz zunächst weiter fortsetzen.

Weizen dürfte sich nun auch langfristig eher in einem Aufwärtstrend befinden.

Der Sojakomplex dürfte in der kommenden Woche weiterhin etwas stärkere Tendenz zeigen.

Im Mais fehlen gegenwärtig die unterstützenden News für eine Trendwende. Ohne signifikante Faktoren dürfte Mais zunächst weiterhin verhalten reagieren.

So long liebe Leser...ein wunderschönes und geruhsames Wochenende ...bis nächste Woche in alter Frische ;-)

Ihre Miriam Kraus

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Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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