Rohstoffe Wochenrückblick
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 02. März 2007 20:45 Uhr
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In der letzten Woche erlebten die Aktienmärkte weltweit eine starke Korrektur. In dieser Situation wurde ebenfalls die Korrelation zu einzelnen Rohstoffmärkten ersichtlich. Doch obgleich einige Rohstoffe zwischenzeitlich empfindliche Verluste hinnehmen mussten, zeigte sich jedoch dass nicht alle Rohstoffklassen vom Rückgang in den Aktienmärkten betroffen wurden.
Energie
Die Erdölpreise zeigten sich in dieser Woche wieder einmal besonders volatil, im Wochenvergleich aber mit deutlich stärkerer Tendenz. Nachdem der Preis für Süsses Rohöl zu Anfang der Woche aufgrund von Spekulationen bezüglich des Irankonfliktes – noch immer ist nicht klar wie die Sanktionen der Vereinten Nationen gegen den Iran aussehen werden - noch deutlich stärker tendierte, gab der Preis am Dienstag an der NYMEX um 1,33 US Dollar nach. Der Grund dafür war die Angst der Investoren vor einer möglichen Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums – hervorgerufen durch die Korrektur im chinesischen Aktienmarkt – und einer damit verbundenen sinkenden Nachfrage nach Öl (und auch anderen Rohstoffen). Die Rohölpreise stabilisierten sich allerdings wieder sehr schnell und zeigen auch gegenwärtig – bei Redaktionsschluss – weiterhin eine starke Tendenz. Grund dafür ist einerseits nach wie vor der Irankonflikt, andererseits aber auch weiterhin fallende Lagerbestände für Benzin und Öldestillate, inklusive Diesel und Heizöl in den USA. Die Benzinvorräte fielen in der letzten Woche um 1,9 Millionen Barrel und die Destillate um 3,8 Millionen Barrel. Light Sweet Crude zur Lieferung im April notiert gegenwärtig bei 62,18 US Dollar pro Barrel.
Nach wie vor notiert Uran U308 bei 85 US Dollar pro Pfund. Uran scheint in diesem Zusammenhang keine Korrelation zur Korrektur der Aktienmärkte aufzuweisen. Wie schön, dass ich darüber rechtzeitig und zwar im Sommer 2006 im Tiger & Dragon einen Chancenreport darüber verfasst habe. Weiter dabei bleiben lautet meine Empfehlung, Uran ist der Fels in der Brandung.
Metalle
Edelmetalle
Die stärkste Korrelation zur Korrektur der Aktienmärkte weist in dieser Woche Gold auf. Auch wenn der Goldmarkt keine Fundamentaldaten liefert, welche einen derartigen Preisabfall rechtfertigten so musste Gold in dieser Woche empfindliche 5,8 % abgeben und notiert gegenwärtig bei 651 US Dollar pro Pfund im Spotmarkt. Tatsächlich lässt sich diese Preiskorrektur vor allem auf Liquidationen durch Fonds, welche Cash generieren mussten, um ihre Verluste an den Aktienmärkten auszugleichen zurückführen. Aber natürlich auch auf einige nervöse Anleger, welche es gegenwärtig offenbar als sicherer empfinden Cash zu haben, oder Schulden zu bezahlen. Ich denke die Anleger handeln hier sehr kurzsichtig. Ich habe bereits seit 1 1/2 Jahren Gold als Barmittelersatz in meinem Strategiedepot. Mit einem Anstieg von 37 % liege ich zwar unter der Performance meiner Aktienempfehlungen (Das gesamte Depot stieg seitdem um 50 %), aber im Gegensatz zu Cash war dies doch eine mehr als zufriedenstellende Entwicklung und ich freue mich diese Liquidität in der Hinterhand zu haben, denn wenn die Aktienmärkte jetzt noch weiter korrigieren sollten, dann kann ich ordentliche Zukäufe machen....
Basismetalle
Auch die Basismetalle waren vor der Korrektur nicht gänzlich gefeit. Auch wenn sich die meisten Verluste im Rahmen halten. Kupfer musste in Korrelation zu den Aktienmärkten anfangs deutlich abgeben. Dies hauptsächlich aufgrund der Sorge einiger Investoren, die Nachfrage der beiden weltweit grössten Kupferkonsumenten China und USA könne abnehmen. Gegen Ende der Woche wurde diese Spekulation allerdings unhaltbar. Seitdem beobachten wir in Kupfer wieder eine stärkere Tendenz. An der NYMEX notiert Kupfer im Spotmarkt gegenwärtig bei 2,77 US Dollar pro Pfund, nachdem es zu Beginn der Woche bei fast 2,90 US Dollar gehandelt wurde.
Nickel dagegen nahm sich aus der Korrelation fast vollständig heraus und tendierte die Woche über mit steter Stärke. Dies aufgrund extrem gesunkener Lagebestände. Innerhalb des letzten Jahres sind die Nickellagerbestände um 90 % auf ein 15 Jahres Tief gefallen. Nickel notiert gegenwärtig bei 20,31 US Dollar pro Pfund im Spotmarkt.
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