Rohstoffe werden auch 2007 eine interessante Anlageklasse bleiben
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 27. Dezember 2006 20:45 Uhr
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Liebe Leser,
ich hoffe Sie haben die Weihnachtsfeiertage in Ruhe und Besinnlichkeit verbracht und lassen auch das Jahr 2006 in Ruhe ausklingen, bevor Sie in das neue Jahr übergehen.
Die Zeit zwischen den Feiertagen werde ich nutzen, um Ihnen einige Highlights zu präsentieren. Insbesondere den neuen Lesern dürfte diese Einführung in die Welt der Rohstoffe sehr viel nützen. Denn auch das Jahr 2007 dürfte für die Rohstoffmärkte wieder viele inetressante Bewegungen zu bieten haben.
Langweilig wird es den Lesern des Rohstoff-Daily deshalb sicher nicht werden. Zwar erwarte ich nicht, dass wir bei den Basismetallen einen ähnlichen Anstieg erleben werden, wie in diesem Jahr. Dafür dürften aber viele andere Rohstoffe für Überraschungen gut sein.
Deshalb glaube ich nach wie vor daran, dass Sie unbedingt in Rohstoffe investieren sollten. Bitte achten Sie aber beim Kauf von Rohstoffen darauf was Sie kaufen. Schauen Sie sich die Gewichtung einzelner Rohstoffe in den Indizes an und achten Sie darauf, dass Sie nicht nur Rohöl, Treibstoffe oder Erdgas kaufen. Kaufen Sie auch einige Metalle und achten Sie insbesonder unter langfristigen Aspekten vor allem darauf, dass Gold und Silber nicht zu kurz kommen. Kaufen Sie auch ein paar Agrarprodukte, denn diese haben im endenenden Jahr durchaus eine sehr vorzeigbare Entwicklung gehabt, auch wenn der Start ins 2006 für Getreide sehr mühsam erfolgte.
Einige Leser fragen mich auch wie man denn den besten Fonds heraussucht. Da ich generell nicht wirklich an langfristigen Fondsanlagen interessiert bin kann ich dazu nur meine Meinung wiedergeben. Wenn Sie den Weg über Fonds gehen wollen, dann achten Sie darauf, dass es keine Mogelpakung ist. Kaufen Sie einen Rohstoff-Fonds oder einen Rohstoff-Aktienfonds. Diese Begriffe werden oft mißverstanden und die Marketingabteilungen der Aktienfonds nutzen diese Verwechslungsgefahr erbarmungslos aus. Achten Sie auch darauf, dass Sie verstehen wie dieser Fondsmanager arbeitet und wie er damit Erfolg hat.
Für mich persönlich gilt, dass ich niemals einen Rohstoff-Fonds anfassen würde, der rein nur nach quantitativen Auswahlkriterien investiert und fundamentale Aspekte völlig ausser Acht läßt. Zwar kann es durchaus sein, dass quantitative Ansätze auch über einen gewissen Zeitraum hinweg sehr gut oder gar besser funktionieren, als fundamentale Analyse. Aber schlussendlich richtet sich der Markt nach den Fundamentaldaten und vor allem bei den Rohstoffen kann man regionale Wissensvorteile noch sehr gut ausnutzen.
Das beste Beispiel in diesem Jahr war die Trockenheit in Australien, über die ich ja auch im Rohstoff-Daily berichtet habe. Trotzdem fielen die Getreidepreise in den USA immer weiter, bis ein sehr bearisher Ernteausblick des US-Agrarministeriums erfolgte. Dies waren die Tiefstpunkte dür die Getreidesorten in 2006 und nun wurden die Märkte mit den Nachrichten von den Ernteausfällen u.a. in Australien nach oben gespielt.
Solche Strategien werden schlussendlich immer funktionieren und es gilt einfach jenen Fondsmanagern den Vorzug zu geben, die über ein ausgewiesenes Know-How auf diesem Gebiet verfügen. Leider sind sehr viele der guten und besten Rohstoff-Fonds für Privatanleger gar nicht oder nur schwer zugänglich. Wenn eine solche Möglichkeit dann geschaffen wird, dann fressen die Gebühren und Kosten (Performance-Fee, Management Fee, versteckte Fees) schnell die erwartete Überrendite auf.
Also bleibe ich dabei, dass ich es vielleicht nicht Perfekt aber schlussendlich zumindest teilweise alles selber mache und damit fahre ich bisher auch gar nicht schlecht. Schließlich gibt es von Verlagsseite exzellente Börsenbriefe zu allen erdenklichen Anlagethemen, von denen mich die Emerging-Markets und die Rohstoffe natürlich am meisten interessieren.