Rohstoffe seitwärts...
Andreas Lambrou (Gastbeitrag) in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 1. Februar 2012, 20:45 Uhr
ENL5454
Heute habe ich wieder einen interessanten Gastbeitrag zum Vergleich von Rohstoffen gegenüber Rohstoffaktien für Sie mitgebracht!
Wir lesen uns morgen zu den Optionsstrategien wieder...
Liebe Grüße
Ihre Miriam Kraus
Andreas Lambrou schreibt:
Rohstoffe seitwärts...
Die US-Notenbank belässt die Zinsen bei 0% und in Europa boxte man nun den lang erwarteten ESM durch. Dies hat natürlich Konsequenzen. Einerseits wird uns die geldpolitische Lockerungspolitik erhalten bleiben und im Falle des Rettungsfonds ESM drohen nun, entgegen aller anderslautenden Berichte, weitere Einschnitte in die Haushalte der „starken" Eurostaaten zugunsten der „schwachen".
Wobei Deutschland beispielsweise schon lange eigentlich kein Vorbild mehr in punkto Verschuldung ist und was Deutschland an Beihilfen bereitstellt, fehlt andererseits für Bildung, innere Sicherheit und Infrastruktur.
Wenn die Kräfte derart ausgewogen sind, bleibt zunächst nur die Seitwärtsentwicklung
Nach den ersten Wochen im neuen Jahr sieht es bislang ganz so aus, als ob sich die Weltkonjunktur langsam einpendelt. Die USA und der gesamte amerikanische Kontinent bleiben in einer relativen Stabilität, mit deutlichen Wachstumstendenzen in Lateinamerika. Europa dagegen bleibt unkalkulierbar und die Wirtschaftsleistung schwächt sich zunehmend, auch im industriellen Bereich, spürbar ab. In China haben wir zwar die Wachstumshochs gesehen, dennoch ist ein abrupter Abschwung sehr unwahrscheinlich. Die starke Nachfrage in der Provinz und die wachsende Binnenkaufkraft machen das Wachstum weiterhin möglich.
Hinzu kommt, dass fallende Immobilienpreise in den großen Metropolen, die Erschwinglichkeit eines eigenen Appartements erhöhen. Vor einer Bankenkrise, ähnlich wie in den USA, brauchen Sie sich in China nicht zu fürchten, denn ich sehe bei den Chinesen keine Überschuldung. Die meisten Immobilien wurden mit Sparguthaben bezahlt und sind nur selten beliehen.
Somit zeigt sich die Rohstoffnachfrage ebenfalls robust, jedoch nicht überschwänglich. Von der Nachfrageseite her bleibt es aufgrund der unsicheren Konjunkturlage dennoch eher verhalten und jederzeit muss aktuell leider immer noch ein abrupter Rückfall in die Rezession befürchtet werden.
Allerdings sieht die Angebotssituation alles andere als sicher aus. Bei nahezu allen Rohstoffen bahnen sich langsam aber sicher, teils verheerende Engpässe an. Diese Engpässe sind in der aktuellen schwierigen Wirtschaftslage zwar nicht offensichtlich, könnten aber zur Mitte des Jahrzehnts hin durchaus akut werden, nämlich wenn das Wachstum Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sich wieder beschleunigt und diese Kontinente mehr und mehr ihrer eigenen Rohstoffreserven für ihr Wachstum benötigen.
Zum zweiten Teil von: ...aber Aktien mit starker Tendenz!
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