Daniel Wilhelmi ist als langjähriger Börsenjournalist aus Printmedien, zahlreichen Vorträgen und dem TV, z.B. „3sat-Börse“ oder „heute-journal“, bekannt.
Daniel Wilhelmi in Profit Radar zum Thema Rohstoffe
vom
An der Wall Street haben die Broker, Investmentbanker und Anleger derzeit viele Sorgenfalten auf der Stirn. Der gefloppte Börsengang von Facebook, die Probleme in der US-Wirtschaft und natürlich die EU-Schuldenkrise mit Griechenland und Spanien stehen ganz oben der der Liste.
Aber hinter vorgehaltener Hand höre ich noch zwei weitere Punkte, über die noch nicht viel gesprochen wird. Denn die Themen haben es in sich. Und wie. Heute will ich auf das erste Thema genauer eingehen. Es lautet: „Wir erleben derzeit das Ende des Bullenmarktes im Rohstoffzyklus".
Davon hört und liest man in der breiten Presse noch nichts. Kein Wunder: Die Banken und Emittenten haben natürlich überhaupt kein Interesse daran, dass diese Idee Verbreitung findet. Denn sie wollen ja ihre Derivate und ETFs verkaufen. Das Gleiche gilt für viele Medien, die sich auf Rohstoffe spezialisiert haben.
Uns ist das jedoch völlig egal. Das ist eben der Vorteil von Taipan. Wenn der Rohstoffzyklus tatsächlich zu Ende geht, dann suchen wir uns aufgrund unseres breiten Investitionsspektrums einfach einen anderen Sektor.
Den Hauptgrund für diese neue These bildet zur Überraschung vieler Anleger jedoch nicht die Schwäche der Wirtschaften in Europa und den USA (die japanische Wirtschaft schwächelt ja nun schon seit über zwei Dekaden). Vielmehr bildet das sinkende Wirtschaftswachstum in den Emerging Markets, allen voran in den BRIC-Staaten, die Basis für die These.
Die Befürworter des Endes des Rohstoffzyklus verweisen also auf eine sinkende Nachfrage, da sich das Wachstum in den Schwellenländern deutlich abkühlt. Darauf gehe ich in einer der kommenden Ausgaben genauer ein. Hier fokussieren wir uns auf die historische Argumentation des Rohstoff-Bären.
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