Rohstoffaktien: Spekulative australische Bergbauaktie vor dem Durchbruch
J. Christoph Amberger aus Baltimore in Traders Daily zum Thema Rohstoffe
vom 04. Juni 2007 12:00 Uhr
ENL5454
Das World Fact Book hat über Somalia nicht viel zu sagen. Wenn es um natürliche Ressourcen geht, dann heißt es lakonisch: „Uran und überwiegend unerforschte Reserven an Eisenerz, Zinn, Bauxit, Kupfer, Salz, Erdgas und vermutlich Öl.
Augenscheinlich hat sich die Wahrscheinlichkeit, Mineralien am Horn von Afrika zu finden, massiv gesteigert.
Am 30. August 2005 unterzeichnete die regionale Verwaltung von Puntland, einer selbsternannten autonomen Region im nordöstlichen Somalia eine Lizenz, die einem (vermutlich) auf den Malediven registrierten Unternehmen das alleinige Recht gewährt an nach Mineralien- und Öl zu forschen so wie das Recht diese Vorkommen an Land und vor der Küste zu erschließen.
Das Geschäft hatte anfangs energischen Widerspruch durch Somalias Premierminister Geedi hervorgerufen, der seine Einwände vor der australischen Börsenaufsicht vorbrachte. Sein Brief sorgte für so viel Aufregung, dass das Unternehmen um eine vorrübergehende Entfernung vom Trading Board bat. Mr. Geedi zeigte dann jedoch einen unerwarteten Richtungswechsel und befürwortete das Geschäft vollständig.
Am 21. April 2006 beschaffte sich unser kleines australisches Unternehmen eine Absichtserklärung der Korean National Oil Corporation über den Kauf der Exklusivrechte von 75% des Landes, das durch die Erklärung erfasst wird. Wenn dieses Geschäft durchkommt, dann erhalten sie eine Unterzeichnungsprämie von 10 Millionen Dollar.
Wir werden vermutlich nie wissen, warum Mr. Geedi „zuerst gegen den Deal stimmte, ehe er doch dafür stimmte.“ Der Deal wurde von einer intensiven Debatte unter den Somalis aufgeheizt, ganz besonders zwischen den Gründungsgruppe von Puntland und der gegenwärtigen Regierung. Das Handeln der Regierung hat in den Regionen, die Ziel der ersten Bauarbeiten sein werden, gewaltsame Konfrontationen hervorgerufen, die einige Tote zur Folge hatten.
Am 24. Mai 2007 gab das australische Ölunternehmen bekannt, dass es die verbleibenden 49% der Rechte in Punktland von dem Unternehmen auf den Malediven gekauft habe. Am 16. Mai hatte die Aktie bereits einen Anstieg von 30% zu verzeichnen, dank eines optimistischen Berichts. Doch auch heute noch wird das Unternehmen, welches vermutlich auf den größten, unerforschten Ölvorräten an den äußeren Rändern der arabischen Halbinsel sitzt, für weniger als einen australischen Dollar getradet.