Rohstoff-Aktien: So finden Sie die richtige Anlage
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 8. Januar 2010, 17:00 Uhr
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zu meinem Beitrag im Nebenwerte Daily vom Dienstag "Palladium ist erster ShootingStar" erhielt ich die Bitte von einem Leser, doch einmal verschiedene Anlagemöglichkeiten in Aktien zu bestimmten Rohstoffen, wie in diesem Fall dem Palladium, vorzustellen.
Wie finde ich Aktien, mit denen ich auf einen steigenden Palladium-Preis setzen kann?
Eine eigentlich sehr gute Idee, jedoch hier nur bedingt machbar. Abgesehen davon, dass ich in diesem Newsletter keine Empfehlungen aussprechen darf (diese finden Sie nur in den Börsenbriefen des Investor Verlags), könnte ich Ihnen natürlich einfach eine Auswahl von Aktien zu einem bestimmten Rohstoff vorstellen, ohne eine Wertung abzugeben. Doch deren Zahl zu manchen Rohstoffen ist so immens, dass sie den Rahmen dieser Publikation gründlich sprengen würden.
Große Produzenten fördern verschiedenste Rohstoffe
Eine große Schwierigkeit dabei ist aber zudem, dass vielen Rohstoffen sich kaum bestimmte Aktien bzw. umgekehrt den Aktien einzelne Rohstoffe zuordnen lassen. Denn gerade die größeren Produzenten fördern selten nur einen bestimmten Rohstoff. Wer Milliarden US-Dollar Umsatz macht, kann sich nicht nur auf eine Mine beschränken. Größere Rohstoffkonzerne versuchen gerade auch aus Diversifikationsgründen, Minen mit verschiedenen Schwerpunkten zu betreiben. Damit können sie Preisschwankungen der Rohstoffe besser überstehen. Denn diese laufen generell immer in Zyklen, beeinflusst von längerfristigen Angebotsschwankungen der Minen und kurzfristigeren Nachfrageschwankungen durch das ganz normale Auf und Ab der Wirtschaft im Kreislauf zwischen Boom und Rezession.
In guten Zeiten werden schlechte Ressourcen abgebaut
Die Produzenten versuchen daher, entsprechend der mittelfristigen Preisentwicklung der Rohstoffe, den Abbau zu steuern. Dazu gehört nicht nur, dass in Zeiten hoher Preise die Teile einer Mine abgebaut werden, die einen geringeren Gehalt an Rohstoffen beinhalten. In schlechten Zeiten mit tiefen Preisen kann dann auf die höhergradigen Teile zurückgegriffen werden. Diese erzielen bei geringeren Kosten je geförderter Tonne noch einen überlebensnotwendigen Ertrag, wenn andere Teile der Ressource aufgrund der tiefen Rohstoffpreise schon nicht mehr abbauwürdig sind.
Preiszyklen beeinflussen die Abbauentscheidungen der Produzenten
Ebenso steuern die Produzenten auch den Abbau analog der Preisentwicklung der unterschiedlichen enthaltenen Rohstoffe. Denn es kommen nur sehr wenige Rohstoffe einzeln in der Natur vor. Meist sind verschiedene nutzbare Stoffe in einem Mineral enthalten, die erst nach der Förderung getrennt werden. Und eine Ressource kann aus verschiedensten Gesteinen bestehen. Diese Mineralien müssen aber nicht an allen Stellen der Ressource die gleiche Zusammensetzung aufweisen. Daher kann der Abbau mittelfristig so gesteuert werden, dass je nach zu erzielendem Preis der förderbaren Rohstoffe bestimmte Teile der Ressource vorrangig abgebaut (bzw. oft eben auch nur verarbeitet) oder für schlechtere Zeiten aufgehoben werden.
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