Risiko-Sentiment leicht verbessert: JPY gibt ab
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 13. Februar 2009, 12:00 Uhr
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Liebe Leser,
förmlich über Nacht hat sich die Stimmung wieder leicht aufgehellt. Australasien begann die Runde mit steigenden Aktienmärkten.
Der australische Senat hat letzte Nacht nun doch ein 42 Milliarden AUD umfassendes Konjunkturpaket gebilligt, was sich positiv für Aussie und Kiwi abzeichnete.
China zeigt Anzeichen einer baldigen Erholung
Die chinesische Wirtschaft zeigt zudem Anzeichen einer beginnenden Erholung, nachdem bereits die zweite Tranche des Konjunkturprogramms angelaufen ist. Einer Bloomberg-Umfrage zufolge erwartet der Konsens für das zweite Quartal ein BIP-Wachstum von 6,6 % nachdem für das laufende Quartal ein Wachstum von 6,3 % prognostiziert wird. Den Daten der Peoples Bank of China zufolge hat sich das Kreditvergabe-Volumen im Januar gegenüber dem Rekordvolumen des letzten Jahres bereits mehr als verdoppelt, was in besonderer Weise die Anstrengungen der chinesischen Zentralregierung unterstützt.
Aus den USA wurde immerhin berichtet, dass Kapital für die Reduktion der Mortgage Zinsen und für Kreditumschuldungen bereit gestellt wird. Was allerdings im Grunde nichts Neues ist, da der Financial Stability Plan bereits 50 Milliarden USD für den Housing Markt vorsieht.
Jedenfalls steigt der Risikoappetit graduell wieder an! Investoren zeigen wieder erstarkendes Interesse an chinesischen Aktien. Am 11. Februar sind die Aktienmarkt-Transaktionen auf den höchsten Stand der letzten 3 Jahre gestiegen. Der Shanghai Composite Index konnte 3,2 % zulegen.
Yen-Stimmungsbarometer
Wie immer lässt sich die Veränderung im Sentiment besonders gut am Yen-Stimmungsbarometer ablesen. So ist USD/JPY von seinem gestrigen Tief bei 89,76 zwischenzeitlich auf 91,74 gestiegen und notiert aktuell bei 91,54. So lange das unterstützende Sentiment anhält könnte USD/JPY die 91,90 erreichen.
Quelle: CFX-Broker
EUR/USD
EUR/USD fährt weiterhin Range-Trading, konnte sich aber von seinem gestrigen Tief bei 1,2728 gut erholen und notiert aktuell bei 1,2896, nachdem die Rating-Agentur Moodys mit folgenden Aussagen eine erste USD-Verkaufswelle ausgelöst hatte:
Moodys will das AAA-Rating der USA und UK aufgrund der Wachstumsschocks testen.
Ebenso sei das AAA-Rating Irlands und Spaniens anfällig.
Dafür wurden Deutschland, Frankreich, Kanada und Skandinavien von einer Rating-Änderung ausgeschlossen.
Eine Widerstandsmarke ergibt sich bei 1,2960.
Quelle: CFX-Broker