Rettungspaket, eine Variante
Tom Firley in Investors Daily
vom 15. Januar 2009, 18:00 Uhr
ENL5462
Vorschlag zur Rettung der Retter
Ich hätte da mal einen Vorschlag, damit sich die Retter der Nation am Ende nicht selbst retten müssen. Also, folgende Überlegung:
80 Milliarden Euro wird das Rettungspaket also „kosten" (wobei Kosten auch nicht vereinnahmte Steuern und Vergünstigungen darstellen).
In Deutschland gibt es etwa 40 Millionen Erwerbstätige.
Das bedeutet, dass auf jeden Erwerbstätigen eine Portion von 2000 Euro Rettungspaket anfällt. Nochmal nachrechnen, bei so vielen Nullen kommt man leicht durcheinander:
2.000 Euro mal 40.000.000 = 80.000.000.000
Stimmt also.
Mein Vorschlag: Ich würde mich bereit erklären im Laufe der nächsten zwei Jahre 2.000 Euro nicht zu sparen. Das bedeutet: Geld, dass ich normalerweise auf die hohe Kante gelegt hätte, gebe ich für etwas im Binnenmarkt (da haben wir es, das Zauberwort) aus, dass ich sonst nicht konsumiert hätte.
Faire Sache, oder?
Wenn das jeder machen würde, dann würde es doch auch allen bald viel besser gehen; oder zumindest weniger schlecht, oder nicht? (Das ist jetzt noch nicht einmal ironisch gemeint, falls ich den Eindruck erwecken sollte). Allerdings, jetzt kommt der Haken:
Meine Forderung: Wenn ich schon 2.000 Euro für etwas ausgebe, was ich mir sonst nicht geleistet hätte, dann möchte ich auch bestimmen, wohin im Gegenzug meine 2.000 Euro aus dem Rettungspaket fließen. Gerne auch per Post...
Und auf diese Weise würde ich der Deutschen Post so nebenbei auch noch über 20.000.000 Euro zusätzlichen Umsatz bescheren (40 Millionen Briefmarken je 0,55 Euro).
Aus Erfahrung weise ich darauf hin: Senden Sie mir als Reaktion auf meinen Text bitte keine beleidigenden E-Mails. Senden Sie mir nach Möglichkeit konstruktive Kritik, die wir hier besprechen können.Oder noch besser:
Ihre Meinung interessiert mich sehr, gerne als Kommentar unter folgendem Link: Konjunkturpaket Deutschland. Unter diesem Link finden Sie diesen Text und darunter eine Kommentar-Möglichkeit. Gerne können Sie diesen Link auch weitergeben oder an einer anderen Stelle im Internet platzieren. Es wäre doch wünschenswert, dass zu diesem wichtigen Thema eine breite Diskussion zustande kommt.
Vielen Dank im Voraus, bis morgen
Ihr
Tom Firley
PS: Natürlich dürfen Sie auch unflätig über mich schimpfen, allerdings wird die Reaktionswahrscheinlichkeit dann umso geringer...Also: Gerne meckern, dann aber konstruktiv.
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