Ressourcenschätzungen können große Überraschungen bringen
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 15. Juli 2008, 17:00 Uhr
ENL5462
Liebe Leserin, lieber Leser,
im neunten Teil unserer kleinen Serie über das "Investieren in Rohstoffaktien" hatte ich Ihnen erzählt, dass Ressourcenschätzungen immer ein gewisses Überraschungsmoment beinhalten. Sie können sich im Lauf der Zeit sogar einmal verkleinern, obwohl Ihr Explorer bei den Bohrungen gute Ergebnisse abgeliefert hat. Wie es dazu kommen kann, wollen wir uns heute genauer ansehen.
Jede Ressourcenschätzung ist eine Hochrechnung
Im Prinzip hängt es damit zusammen, dass jede Kalkulation einer geologischen Lagerstätte immer nur eine Hochrechnung von Daten ist. Deshalb nennen wir sie im Deutschen auch korrekt Ressourcenschätzung. Außer den objektiv gemessenen Bohrergebnissen gehen in diese Berechnung immer auch subjektive Annahmen des jeweiligen Analysehauses ein. Denn wie eine Ressource sich außerhalb des gemessenen Bohrlochs weiter ausdehnt, darüber kann es unterschiedliche Annahmen geben. Das betrifft die geologischen und mineralogischen Parameter der Schätzung. Ebenso spielt der in Zukunft erwartete Preis der enthaltenen Rohstoffe eine Rolle. Auch dieser kann von einem Analysehaus zum nächsten abweichend angenommen werden.
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