Rekordverschuldung und Straßenschlachten
Profit Radar
vom 31. März 2009, 19:00 Uhr
ENL5454
Mächtig ins Taumeln geraten sind auch die baltischen Länder Estland, Litauen und Lettland. Hier ist es bereits zu Unruhen und regelrechten Straßenschlachten zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Das Problem: Ein zweistelliges Leistungsbilanzdefizit und die enorm hohe Verschuldung in Fremdwährungen. Drohende Zahlungsschwierigkeiten beschleunigen den Abschluss ausländischen Kapitals.
Deutlich besser stehen Polen und Tschechien da, die den größten Bevölkerungsanteil unter den neuen EU-Mitgliedern ausmachen. Auch Polen und Tschechien leiden natürlich unter den zurückgehenden Exporten und der daraus resultierenden steigenden Arbeitslosigkeit.
Das Problem der Auslandsverschuldung drückt hier aber nicht so stark. Hinzu kommt, gerade im Fall von Polen, ein großer Binnenmarkt, der einiges der globalen Krise abfedern kann. Polen wird im Gegensatz von zu den meisten osteuropäischen und natürlich westlichen Ländern in diesem Jahr sogar noch leicht wachsen.
Es gibt also keinen Grund, pauschal von einer „Osteuropa-Krise" zu sprechen. Es wird einzelne Kaufchancen geben, die mein Kollege Daniel Wilhelmi gezielt picken wird. Für weitere Infos dazu klicken Sie auf Emerging Markets Radar.
Gute Kurs wünscht Ihnen
Volkmar Michler