Reis ist das wichtigste Nahrungsmittel für 50 % der Erdbevölkerung
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 14. November 2006 20:45 Uhr
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In vielen Teilen Asiens stellt Reis 80 % der gesamten Nahrungsmittel dar. Es wird deshalb heute in fast allen tropischen und subtropischen Regionen angebaut.
Zum größten Teil wird Reis als Nahrungsmittel verwendet (etwa 92 %). Nur etwa 4 % finden als Tierfutter Verwendung, 3 % in der Industrie und die restlichen 2 % werden als Saatgut weiter verwendet.
Reis – Die Pflanze
Ursprünglich ist Reis eine Wildpflanze, die bereits seit Jahrtausenden in verschiedenen, vor allem asiatischen, Kulturen domestiziert wird.
Aus den ursprünglichen zwei Wildreisformen Oryza rufipogon und Oryza nivara entstanden durch Kreuzungen so zum Beispiel Oryza sativa japonica, welcher vor allem in China und Südasien domestiziert wurde. Darüber hinaus Darüber hinaus kennt man den aus Indien stammenden Oryza indica. Eine weitere ursprüngliche Domestikationsform ist der Oryza glaberrima, der nachweislich aus Westafrika stammt.
Reis – Inhaltsstoffe
Reis besteht zum größten Teil aus Stärke und ist damit aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils äußerst nahrhaft. Darüber hinaus enthält Reis zu etwa 7 % Eiweiß, sowie 1,6 % Fett und zu 0,6 % Spurenelemente und Mineralstoffe. Vor allem Phosphor, Eisen und Magnesium. Reis eignet sich hervorragend bei Herz- , Gefäß,- und Nierenerkrankungen aufgrund seiner entwässerungsfördernden Funktion, dank des Fehlens von Natrium und Kalium. In der obersten Schicht des Kornes befinden sich vor allem Vitamin B1 und B2. Bei Vitamin – B- Mangel zeigen sich tödliche Mangelerscheinungen wie die Krankheit Beri Beri.
Reis – Anbaugebiete
Die weltweit führenden Länder im Reisanbau sind China (mit 164,8 Mio. Tonnen p.a.), gefolgt von Indien, Indonesien, Bangladesch und Vietnam. Die USA stehen mit einer jährlichen Gesamtproduktion von 10,1 Mio. Tonnen weltweit nur auf Rang 11. Weltweit werden jährlich etwa 618,4 Millionen Tonnen Reis produziert. Etwa 90 % des globalen Ertrages werden in China , Indien und Südostasien produziert. Der am nördlichsten wachsende Reis der Welt wird in der Magadinoebene in der Schweiz angebaut. Auch in Portugal, Italien, Spanien und Frankreich wird Reis produziert.
Reisanbau
Reis kann, abhängig von den Umweltbedingungen auf vier verschiedene Arten angebaut werden. Als Nassreis, Tiefwasserreis, oder regenabhängig als Bergreis oder Niederungsreis.
Nassreis:
Hierbei erfolgt die Aussaat auf einem trockenen Feld. Der Setzling wird später in das Nassfeld umgepflanzt. Nach vier bis sechs Monaten erfolgt dann die Trockenlegung. Im Nassreisanbau sind je nachdem bis zu drei Ernten im Jahr möglich. Weltweit werden etwa 80 % der Ernte im Nassreisanbau erwirtschaftet.
Reisterrassenanbau:
Dieser ist vor allem in Indonesien stark verbreitet. Wird aber auch in Japan und China eingesetzt um die Lage von nicht zu steilen Berghängen auszunutzen.
Streusaatverfahren:
Dies ist ein, aufgrund seines Aromas und trotz seines hohen Preises in Asien sehr geschätzter Reis. Er wird unter Verwendung von wenig Wasser angebaut, hat aber einen sehr geringen Ertrag.
Trockenreis:
Dieser Reis wird vor allem an Berghängen und in Gebieten mit wenig Niederschlag angebaut. Dieser Anbau ist sehr aufwändig, weil der Unkrautwuchs nicht durch die Bewässerung verhindert werden kann.
Reissorten
Im Handel unterscheidet man grob zwischen Langkornreis (Patna) und Rundkornreis (Milchreis). Dennoch gibt es natürlich unzählige unterschiedliche Sorten, welche nach Aussehen, Länge, Grob –oder Feinkörnigkeit, Aroma, Kochfestigkeit usw. unterschieden werden. Zu den wichtigsten Sorten zählen : Basmati, Arborio, Bassein, Patna, Siam, Japan, und Camargue – Reis.
Reis – Verarbeitung
Paddy – Reis oder Rough Rice (Rohreis) nennt man den geernteten Reis nachdem er getrocknet und gedroschen wurde. Dieser Reis wird auch an den Börsen gehandelt. Hernach werden in der Reismühle die Spelzen entfernt. Das Korn ist dann vom Silberhäutchen umgeben. Diesen Reis nennt man Cargoreis, denn in diesem Zustand wird er meist exportiert. Nun kann das Korn noch poliert werden, was aber den Verlust aller Vitamine zur Folge hat. Um diesem Verlust vorzubeugen wurde in den USA das Parboiled – Verfahren entwickelt. Hierbei werden mit großem Dampfdruck die Vitamine in das Korn gepresst.
Nun genug damit. Denn ich habe großen Hunger bekommen. Zum Glück ist gerade mein Risotto fertig geworden
So long …. Auch Ihnen einen guten Appetit liebe Leser…….Bis Morgen.
Ihr
Andreas Lambrou
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