Regulierungswut
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Paris in Investors Daily
vom 08. September 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Gold und die Rohstoffpreise sind gefallen.
Ist das überraschend?
Nein, nicht wirklich. Die Kurse steigen und die Kurse fallen. Und nebenbei gesagt: Keiner dieser Kurse ist weit vom Stand zu Jahresbeginn entfernt.
Was immer auch passieren wird – es passiert noch nicht jetzt.
*** "In Amerika ist die Regulierung deutlich schlimmer als in Frankreich", sagte mein Freund Michel beim gemeinsamen Abendessen letzten Freitag.
Michael liest die Nachrichten. Er weiß, was die amerikanischen Abkürzungen OSHA, SEC, EEOC, FDA, IRS bedeuten.
"Ihr Amerikaner denkt, dass die Regulierungen in Frankreich schlimmer sind, weil ihr diese Horror-Geschichten über 35-Stunden-Woche, Arbeitsmarktregeln der Europäischen Union undsoweiter gehört habt. Aber was Ihr nicht versteht, ist, dass Frankreich ein romanisches Land ist. Wir schreiben Gesetze auf, aber wir versuchen noch nicht einmal bei der Hälfte davon, sie auch durchzusetzen. Deshalb gibt es mehr Flexibilität und Verhandlungsspielraum im traditionellen französischen System als im angelsächsischen Modell."
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerald Ludwig (01.06. 2010 09:00 Uhr):
Regulieren mit Hirn... Spekulation ist notwendig um unterschiedliche Marktentwicklungen auszugleichen. Aber Spekulation in Rohstoffen ohne Warengrundlage (Deckung durch Gegenwert) sollte verboten werden, weil sonst Rohstoffpreise zum Großteil nur mehr der Gewinnerzielung an sich dienen. Es werden 5-6 mal soviel Öl, Gold oder Kupfer in Derivaten gehandelt als tatsächlich verfügbar sind. das muss abgestellt werden. Beste Grüße
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