Recycling – Deutschlands größte Metallrohstoffquelle
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 03. Juli 2007 20:45 Uhr
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In Ermangelung der großen weltweiten Metallvorkommen und einem eingeschlafenen Bergbau, bleibt den Deutschen schlussendlich nichts anderes übrig, als den Schrott zu recyceln.
Pro Jahr sammelt der Verband Deutscher Metallhändler zusammen mit der Bundesvereinigung deutscher Stahl – und Entsorgungsunternehmen 30 Millionen Tonnen Schrott in heimischen Landen.
Diese 30 Millionen Tonnen decken aber gerade einmal die Hälfte der deutschen Metallproduktion.
Die größte deutsche Affinerie und einer der größten Kupferproduzenten der Welt bezieht über 60 % ihrer Rohstoffe aus den von den Minen gelieferten Erzkonzentraten.
Nur 40 % entstammen dem Recycling.
Und das obwohl Kupfer das meistrecycelte Metall weltweit ist.
Und das obwohl Deutschland mit seiner peniblen Mülltrennung, dualen Systemen und gelben Säcken ja nun wirklich noch das letzte Fitzelchen aus dem Privathaushalt rausholt.
Doch eigentlich ist es die Industrie selbst, die Metallschrott in großen Mengen produziert. Autokonzerne zum Beispiel.
Diesen Schrott gibt’s aber eben nicht umsonst. Der Meistbietende erhält hier den Zuschlag, wenn BMW Tonnenweise Reste anzubieten hat. Aber gerade dann, bietet es sich an ins Ausland zu verkaufen. Sogar im italienischen EU Ausland sind nämlich die Preise oft höher.
Grundsätzlich ist das Recycling gerade in Staaten wie Deutschland ein guter Zusatz. Dennoch wird sich der Verbrauch an durch Minen geförderte Erze nicht durch Recycling ersetzen lassen. Zumindest im Moment noch nicht und vor allem nicht bei allen Metallen.
Denn selbst wenn man davon ausgeht, dass sich Schätzungen zufolge etwa 80 % des geförderten Kupfers tatsächlich noch im Kreislauf befinden, so zeigen doch gerade die Preissteigerungen vom letzten sowie auch aus diesem Jahr, dass mit Sicherheit kein Recycling die hinzukommenden, wachsenden Metallverbraucher der Schwellenländer und China befriedigen kann.
Die Metalle und vor allem ihre Förderer haben noch viele gute Jahre vor sich…
So long liebe Leser….was glauben Sie, wohin führt die Metalldiebstahlsproblematik in Europa noch?!...ich sehe schon den hart arbeitenden Familienväter von nebenan vor mir, der nach Feierabend noch einen Abstecher zur Baustelle macht…spätestens wenn der reine Metallwert unserer Münzwährung den Marktwert übersteigt, wissen wir ja was wir zu tun haben.. ;-)
Ihre Miriam Kraus
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