Reale Werte vorziehen
Miriam Kraus in Rohstoff Daily
vom 22. Dezember 2011, 20:45 Uhr
ENL5454
Die EZB weitet ihre Bilanz aus, die FED wird möglicherweise bald keine andere Wahl haben, als mit einem QE3 nachzuziehen und in Deutschland müssen teilweise schon Reallohnverluste hin genommen werden. Daraus lässt sich nur ein Schluss ziehen: reale Werte muss man haben.
Von Notenbanken und Reallöhnen
Gestern haben wir uns ja schon über die EZB und ihre Bilanzausweitung unterhalten. Auch wenn das nicht sofort zu einer steigenden Teuerung führt, der Weg der Notenbanken ist vorgezeichnet: locker und flüssig!
Oder anders gesagt: schlussendlich zu Lasten unserer Geldwertstabilität.
Doch angesichts dessen, was das Statistische Bundesamt heute so gemeldet hat, ist es jetzt schon höchste Eisenbahn, sich darüber Gedanken zu machen, auf reale Werte zu setzen. Denn die Reallöhne sind in Deutschland im 3.Quartal nur noch um 0,6% gestiegen gegenüber dem Vorjahresquartal.
Der nominale Anstieg lag bei 3%, aber hey, bei einer Teuerungsrate von 2,5% bleibt in Wirklichkeit nicht so viel Kaufkraft übrig. In einigen Branchen, vom Handel, über das Gastgewerbe, bis hin zu Verwaltung und Banken (ja, sogar die) mussten sogar Reallohnverluste hingenommen werden (soll heißen, die Teuerung war höher als die Lohnsteigerung).
Toll! Ich möchte jetzt eigentlich gar nicht darüber spekulieren, ob wir zunächst wieder in eine deflationäre Phase rutschen (das heißt, ob die Preise schließlich mit den Löhnen konform gehen), bevor der zu erwartende stärkere Geldsegen irgendwann Löhne und Preise befeuern kann.
Wichtig ist doch nur eines: bei schwachen Reallohnsteigerungen oder sogar sinkenden Löhnen und gleichzeitig höheren Teuerungsraten, sinkt unsere persönliche Kaufkraft.
Oder anders gesagt: Geld ist nicht gerade die beste Alternative um langfristigen Vermögenserhalt zu betreiben.
Ich ziehe da generell reale Werte vor, wie:
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Gold und andere Edelmetalle
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Aktien (also Anteile an echten realen Unternehmen)
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Anleihen, sofern der Schuldner mich überzeugen kann (wie z.B. einige Schwellenländer)
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Rohstoffe (trotz hoher Volas, denn Rohstoffe können wenigstens niemals pleite gehen)
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und Land
Beschäftigen wir uns im 2.Teil doch noch einmal mit dem Gold...