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S&P kann's nicht lassen

in Rohstoff Daily zum Thema Ratingagenturen
vom


 

Ich rege mich heute nicht auf (wozu auch?!) und habe beschlossen S&P einfach lustig zu finden. Sie haben es ja sicher mitbekommen: der große Rundumschlag hat statt gefunden und die Heinis haben mal eben halb Europa runter gestuft. Dass dann heute noch eine Abstufung des EFSF folgen musste, war eigentlich klar, denn schließlich hat der zweitgrößte Einzahler, Frankreich, sein Triple-A verloren.


 

Warum ich mich nicht aufrege?

 

Aus 4 Gründen:

 

  • Dem DAX war's egal und so kann es gerne auch weiterhin bleiben.

  • Ich gebe generell nicht viel auf das Rating der Heinis, denn die kommen sowieso immer zu spät.

  • Die anderen (Fitch und Moody's...die will ich jetzt, aus europäischem Freundschaftsgefühl heraus, im Moment gerade nicht Heinis nennen.) halten still und haben Frankreich das Triple-A bestätigt.

  • Der EFSF ist mir schnurz, der hat sowieso noch nix auf die Beine gestellt.

 

Also, gönnen wir's S&P...die müssen ja auch mal so tun, als würden sie was arbeiten...und gehen stattdessen, wie versprochen, zum Konjunkturdaten-Wochenrückblick über.

 

Voila:

 

Konjunkturdaten Wochenrückblick 09.01.-13.01.2012

 

Deutschland

 

Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, ist der deutsche Außenhandelsüberschuss im November von 13,9 Milliarden Euro im Vorjahresmonat auf 16,2 Milliarden Euro gestiegen. Hierbei stiegen die Exporte um 8,3% gegenüber dem Vorjahresmonat auf 94,9 Milliarden Euro und die Importe stiegen um 6,7% auf 78,7 Milliarden Euro. Die Exporte in die EU stiegen um 8,4% gegenüber dem Vorjahresmonat auf 56 Milliarden Euro und die Importe stiegen um 10,6% auf 50,6 Milliarden Euro. Hierbei stiegen die Exporte in die Eurozone um 7,7% gegenüber dem Vorjahresmonat auf 37,7 Milliarden Euro und die Importe stiegen um 8,8% auf 35,1 Milliarden Euro.

 

Wie die sentix GmbH mitteilte, ist der sentix-Konjunkturindex für Deutschland im Januar von 5,6 Punkten im Vormonat auf 10 Punkte gestiegen.

 

Wie das Bundeswirtschaftsministerium vorläufig bekannt gab, ist die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im November um 0,6% gegenüber dem Vormonat gesunken, nach einem Plus von 0,8% im Vormonat m/m. Im Zwei-Monats-Vergleich Oktober/November gegenüber August/September sank die Produktion um 0,9%, wobei die Industrieproduktion um 1,4% sank. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich im Oktober/November ein Plus von 3,9%, wobei die Industrieproduktion um 4,7% zulegte.

 

Destatist gab zu dem bekannt, dass der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im November vorläufig um 2% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen ist, nach einem Plus von 3,6% im Vormonat y/y. Hierbei wuchs der Inlandsumsatz um 2,6% und der Auslandsabsatz um 1,3%. Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich ein Minus von 1,1%, nach +0,7% im Oktober.

 

Wie Destatis ferner bekannt gab, ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Oktober um 9,1% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Hierbei sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 4,8%, die der Verbraucher um 9,8% und die anderer Schuldner um 10,1%. Die Summe der offenen Forderungen belief sich dagegen auf 2,7 Milliarden Euro, nach 2,1 Milliarden Euro im Vorjahresmonat.

 

Destatis teilte zudem mit, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2011 um 3% gewachsen ist, wobei die stärksten Wachstumsimpulse aus dem Inland kamen.

 

Überdies teilte Destatis mit, dass die Verbraucherpreise im Dezember um 2,1% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen sind, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,4% im Vormonat.

 

Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau mitteilte, sind die Auftragseingänge im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im November real um 12% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Hierbei sank der Absatz im Inland um 2% und das Auslandsgeschäft um 17%. Im 3-Monats-Vergleich September bis November ergibt sich ein Minus von 4% gegenüber der Vorjahresperiode, wobei das Inlandsgeschäft stagnierte und das Auslandsgeschäft um 6% sank.

 

EUROPA

 

EU/Eurozone

 

Wie die sentix GmbH mitteilte, ist der sentix-Konjunkturindex für die Eurozone im Januar von -24 Punkten im Vormonat auf -21,1 Punkte gestiegen. Hierbei stieg der Index für die Konjunkturerwartungen um 7 Punkte auf 23,5 Punkte und der Indikator für die aktuelle Lage sank um 1,5 Punkte auf -18,8 Punkte.

 

Wie Eurostat bekannt gab, ist die Industrieproduktion in der Eurozone im November um 0,1% gegenüber dem Vormonat gesunken, nach -0,3% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Minus von 0,3%, nach +1% im Vormonat y/y.

 

Wie Eurostat bekannt gab, ist die Industrieproduktion in der EU27 im November um 0,1% gegenüber dem Vormonat gesunken, nach -0,3% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Minus von 0,2%, nach +1% im Vormonat y/y.

 

Eurostat teilte überdies mit, dass das Handelsbilanzdefizit der EU27 im November von 11,2 Milliarden Euro im Vormonat und 16,8 Milliarden Euro im Vorjahresmonat auf 7,2 Milliarden Euro gesunken ist. Hierbei stiegen die Exporte um 2,8% und die Importe sanken um 0,6%.

 

Eurostat teilte zudem mit, dass der Handelsbilanzüberschuss der Eurozone im November von 1 Milliarde Euro im Vormonat und einem Defizit von 2,3 Milliarden Euro im Vorjahresmonat auf 6,9 Milliarden Euro gestiegen ist. Hierbei stiegen die Exporte um 3,9% und die Importe blieben unverändert.

 

Frankreich

 

Wie die französische Zollbehörde bekannt gab, ist das französische Handelsbilanzdefizit im November von 5,57 Milliarden Euro im Vormonat Oktober auf 4,41 Milliarden Euro gesunken. Hierbei stiegen die Exporte von 36,23 auf 37,43 Milliarden Euro und die Importe von 41,81 auf 41,84 Milliarden Euro.

 

Wie die Banque de France bekannt gab, hat sich das französische Geschäftsklima im Dezember aufgehellt. Der entsprechende Index stieg von 95 Punkten im Vormonat auf 96 Punkte.

 

Wie die französische Statistikbehörde Insee bekannt gab, ist die Industrieproduktion im November um 1,1% gegenüber dem Vormonat gestiegen, nach einem Plus von 0,1% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Plus von 1,1%.

 

Insee gab zudem bekannt, dass die Verbraucherpreise im Dezember um 2,5% gestiegen sind, gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,5% im Vormonat.

 

Zudem teilte die Banque de France mit, dass das Leistungsbilanzdefizit im November von 4,2 Milliarden Euro im Vormonat auf 2,3 Milliarden Euro gesunken ist.

 

Spanien

 

Wie die spanische Statistikbehörde INE mitteilte, ist die Industrieproduktion im November um 7% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, nach einem Minus von 4,5% im Vormonat.

 

INE gab zudem bekannt, dass die Verbraucherpreise im Dezember um 2,4% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen sind, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,9% im Vormonat.

 

Wie das Conference Board bekannt gab, sind die spanischen Frühindikatoren im November um 1,1% gegenüber dem Vormonat gesunken, nach einem Minus von 0,2% im Vormonat.

 

Niederlande

 

Wie die niederländische Statistikbehörde CBS bekannt gab, ist die Industrieproduktion im November um 1,2% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, nach einem Plus von 1,3% im Vormonat.

 

Portugal

 

Wie die portugiesische Statistikbehörde bekannt gab, ist das portugiesische Handelsbilanzdefizit von 5,15 Milliarden Euro im Vorjahresmonat auf 3,11 Milliarden Euro im November gesunken. Hierbei legten die Exporte um 15,1% zu und die Importe sanken um 3,6%.

 

Griechenland

 

Wie die griechische Statistikbehörde bekannt gab, ist die Industrieproduktion im November um 7,8% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, nach einem Minus von 13,5% im Vormonat y/y. Gegenüber dem Vormonat stieg die Produktion allerdings um 4,1%, nach einem Minus von 14,4% im Vormonat m/m.

 

Zudem gab die Statistikbehörde bekannt, dass die Verbraucherpreise im Dezember um 2,4% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen sind, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,9% im Vormonat.

 

UK

 

Wie das Royal Institute of Chartered Surveyors bekannt gab, hat sich der britische Immobilienmarkt im Dezember weiter abgekühlt. So stieg der britische RICS-Immobilienpreissaldo von -17% im Vormonat auf -16%.

 

Wie National Statistics mitteilte, ist das britische Handelsbilanzdefizit im November von 7,9 Milliarden GBP im Vormonat auf 8,6 Milliarden GBP gestiegen . Hierbei sanken die Exporte um 0,4% gegenüber dem Vormonat und die Importe um 0,2%.

 

National Statistics gab zudem bekannt, dass die Erzeugerpreise im Dezember um 4,8% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen sind, nach einer Jahresteuerungsrate von 5,4% im Vormonat.

 

Tschechische Republik

 

Wie das tschechische Arbeitsministerium bekannt gab, ist die tschechische Arbeitslosenquote im Dezember von 8% im Vormonat auf 8,6% gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 32.047 gegenüber dem Vormonat auf 508.451.

 

Wie die tschechische Notenbank bekannt gab, ist der Leistungsbilanzüberschuss im November von 1,3 Milliarden CZK im Vormonat und einem Defizit von 7,7 Milliarden CZK im Vorjahresmonat auf 6,6 Milliarden CZK gestiegen.

 

Polen

 

Wie die polnische Zentralbank bekannt gab, ist das Leistungsbilanzdefizit im November von 1,55 Milliarden Euro im Vormonat und 2,7 Milliarden Euro im Vorjahresmonat auf 1,03 Milliarden Euro gesunken.

 

Schweiz

 

Wie das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft mitteilte, ist die Arbeitslosenquote im Dezember von 3,1% im Vormonat auf 3,3% gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 9.553 gegenüber dem Vormonat auf 130.662, sank allerdings um 17.974 gegenüber dem Vorjahresmonat.

 

OECD

 

Wie die OECD mitteilte, ist der Frühindikator für die Mitgliedsstaaten im November von 100,2 Punkten im Vormonat auf 100,1 Punkte gesunken. 

 


von
Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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Kommentar von Till Eulenspiegel

Sehr verehrte Frau Kaus, bleiben Sie gelassen, denn die Rating- agenturen stellen nur fest, wie es ist. Unbestritten ist, dass wir von vielen Euro Staaten schon bei Eintritt und fortgesetzt wissentlich getäuscht manipuliert , belogen, betrogen worden sind. Und das unsere führenden deutschen Politiker, gleich welche Partei, diesen Betrug von Anfang wussten. Wer gehört eigentlich auf die Anklage- bank die Fälscher, Manipulateure und die MItwisser oder die Ratingagenturen Werden hier Dinge auf den Kopf gestellt?

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