Rache ist süß!
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 20. Januar 2006 12:00 Uhr
ENL5462
*** Letzten Endes stinkt Geld eben doch, schrieb ich gestern hier im Trader's Daily.
Genauso kann der Störenfried Michael Moore 1999 und 2000 in Haliburton und Honeywell Aktien investieren und gleichzeitig immer noch Aktien von Dutzenden von Pharmaindustrien besitzen, die er in seinen Streifen vermöbelt. Der liberale Kopf Noam Chomsky lebt in einem Haus, das Millionen Dollar wert ist, in einer Gegend, in der ausschließlich Weiße wohnen und hat einen Treuhandfond für seine Kinder eingerichtet. Ralph – der über Wasser geht – Nader ist ein Multi Millionär mit einem sehr weit gestreuten Portfolio und einem Händchen für Steuerkürzungen.
Die arme Babs Streisand hat eingewanderte Arbeitskräfte eingestellt, um ihr Anwesen für die Hälfte des Mindestlohns in Schuss zu halten ... und feuerte die Schnorrer, die um die Bezahlung für eine Viertel Stunde am Tag für Überstunden baten. Die Demokratin Nancy Pelosi strebt eine Heiligsprechung des Arbeiterführers Caesar Chavez an, aber geht eigenen Wege, wenn es um die Weinlese in ihren Weinbergen geht. Die lässt sie von Arbeitern ausführen, die nicht in der Gewerkschaft organisiert sind.
Und der Spitzenfeind des Kaptialismus, George Soros, fordert lautstark eine gesteigerte Regulation des Börsenaufsichtsbehörde und der Besteuerung – wobei sein Quantum Fund, der seine Basis auf den niederländischen Antiellen hat, von keinem von beidem betroffen wäre.
Peter Schweizer hat ein Buch veröffentlicht, in dem die ernsthaften Übeltäter in einer Galerie zusammengestellt sind. Es heißt 'Do As I Say (Not As I Do) Profiles in Liberal Hypocrisy [Tut was ich sage (nicht was ich tue): Profile liberaler Heuchelei.] Er postuliert, was offensichtlich ist: "Es ist einfach eine Tatsache, dass diejenigen an der Spitze der liberalen Linken feststellen mussten, dass ihre Ideen letzen Endes selbstbetrügerisch, selbstzerstörend und unhaltbar sind."
Diejenigen, die ihren Idealen treu bleiben und die Sorge um ihre eigenen Wohlfahrt umgehen, enden nicht selten genauso wie meine ehemaligen Nachbarn: Mit starker politischer Überzeugung beklagen sie sich, dass ihr Gesamtvermögen nach drei Jahrzehnten als Lehrer immer noch nicht die 10.000 Dollar übersteigt. Leute, die während eines Booms ihre Häuser kaufen und unvermeidbar während einer Wirtschaftskrise verkaufen müssen. Leute die Gelegenheiten nicht ausnutzen, weil Ideologien sie blind machen.
Das hat in der vergangenen Ära des industriellen Zeitalters vielleicht noch funktioniert. Aber heute reicht das einfach nicht mehr aus. Weil das industrielle Zeitalter ein Produkt des autokratischen Staates war, der das 19. Jahrhundert beherrschte ... eines Staates, der Untertanen und nicht von den Bürger hervorbrachte, (und von diesen abhing). Wir erleben heute die Todesqualen dieses Zeitalters und den Untergang seiner Zufriedenheit schaffenden Vergünstigungen ... Pensionen und Gesundheitsversorgungen die durch die Regierung und die Arbeitgeber finanziert wurden.
Im nachindustriellen Informationszeitalter, mag sich die liberale Haltung für diejenigen noch ganz hübsch auszahlen, die den Karrierepfad eingeschlagen haben. Aber sich in die Ideale einzukaufen und entsprechend zu leben, wird für die 'ewig Junggebliebenen' irgendwann in Notsituationen münden.
*** Der Pfeil traf mich aus dem Nichts ... ein verschwommener roter Fleck jagte direkt auf meine Stirn zu während ich die Zeitung las. Ich hätte es kommen sehen können. Ich hörte das Zupfen, mit dem der Große Böse Bogen den Schaumstoffbolzen entsicherte ... hörte das Knarzen der Holzdielen als der jugendliche Attentäter das Gewicht im anderen Zimmer verlagerte um sein Ziel ins Visier zu nehmen.
Wenn ich darüber nachdenke, hätte ich es besser wissen müssen. Ich hatte nicht nur den Bogen gekauft, ich hatte auch während meiner gesamten Kindheit immer gewusst, wie man sein Ziel sicher mit einem Bogen, einer Wasserpistole oder einer Zwille trifft. "Was soll ich sagen, es ist deine eigene Schuld", stellte die Beste ihrer Art fest – ungefragt, wenn ich das noch hinzufügen darf.
Komisch ist es schon, dass es im Gegensatz dazu nicht meine Schuld war, als unser ältester Sohn am Tag zuvor den National Geographic Preis für Geographie nach Hause brachte. Er hatte all die anderen Kinder der sechsten, siebten und achten Klassen seiner Schule geschlagen und den Wettbewerb für sich entscheiden können, weil er über das geheime Wissen verfügte, welche kanadischen Provinzen an den See Athabasca grenzten.
"Was für ein See?", fragte ich. Und in diesem Moment habe ich entschlossen, dass sein zukünftiger Nutzen als Sammler von Auszeichnungen und Preisen gegenüber der unmittelbaren Notwendigkeit einer raschen Bestrafung des Angriffs gegen die väterliche Autorität überwiegt. Schließlich war es ein ziemlich guter Schuss. Und abgesehen davon habe ich auch für mich einen solchen Bogen gekauft. Er ist fertig zusammengebaut und bereit, einen Hagel roter Schaumstoffpfeile auf ihn abzufeuern, wenn er am wenigsten damit rechnet.
Gewinner des Geographiepreises hin oder her: Rache ist süß!
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