Rabenschwarzer Jahresauftakt
Martin Weiss in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 07. Januar 2008 07:30 Uhr
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Die ersten Handelstage im Neuen Jahr verliefen für die Bullen sehr frustrierend. Der deutsche Leitindex verlor gut drei Prozent.
Auch jenseits des Atlantiks brachte der schlechteste Jahresauftakt seit 1983 heftige Verluste. Der marktbreite S&P 500 Index gab um stolze 4,5 Prozent nach, der Nasdaq Composite verlor mehr als sechs Prozent.
Keine Neujahrsrallye
Zwar hatten zum Jahreswechsel die Bullen auf eine positive Entwicklung in den ersten Tagen des Jahres 2008 gehofft. Doch spätestens nach der Veröffentlichung der jüngsten US-Einkaufsmanagerdaten waren die Träume der Optimisten ausgeträumt. In der deutschen Finanzpresse wurde die Entwicklung des Einkaufsmanagerindex gar als „unterirdisch schlecht“ bezeichnet.
Arbeitsmarktdaten enttäuschen
Hinzu kam, dass am vergangenen Freitag die Dezember-Zahlen vom US-Arbeitsmarkt alles andere als „beruhigend“ ausfielen. Der Stellenzuwachs war deutlich schlechter als vom breiten Konsens angenommen. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote unerwartet stark an, von 4,7 Prozent auf fünf Prozent.
Massiver Stellenabbau
In einigen Branchen war indes ein deutliches Stellenminus zu verzeichnen. Insgesamt handelt es sich um die schwächste Entwicklung seit August 2003. Am Bau wurden fast 50000 Arbeitsplätze abgebaut, im verarbeitenden Gewerbe ebenfalls mehr als 30000. Nicht verwunderlich auch, dass im Einzelhandel ein Stellenaderlass von 24000 zu beklagen war.
Hoffnung auf Zinssenkung
Spätestens nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht dürfte auch wieder Zinssenkungsphantasie ins Spiel kommen. Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank findet am 29./30. Januar statt. Möglicherweise erzwingt ja die Zunahme der Marktturbulenzen ein früheres Handeln. Jedenfalls dürfte das Rezessionsgespenst auch in den kommenden Tagen durch die Börsensäle der Welt geistern.
Goldiger Start
Ganz im Gegensatz zu den maladen Aktienmärkten gelang dem gelben Edelmetall ein phantastischer Jahresauftakt. Am Freitag ging der Goldpreis bei 863 Dollar bzw. 585 Euro aus dem Handel. Zweifelsohne war es auch der zwischenzeitlich auf 100 Dollar gestiegene Ölpreis, der für Rückenwind sorgte.
Ganz Kurzfristig betrachtet wäre es alles andere als ungesund, wenn eine Korrektur einsetzen würde, um dann von etwas niedriger Basishöhe aus den Gipfelanstieg in Richtung 900 bzw. 1000 Dollar in Angriff zu nehmen.
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