Q-Cells: Wenn einer redet und nichts sagt
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 27. Juni 2011, 14:30 Uhr
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während die deutsche Nationalelf der Frauen gestern in Berlin vor ausverkaufter Arena ihr Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft eröffnen konnte, sprach der Chef von Solarmodulproduzent Q-Cells (übrigens angeblich neuer Sponsor des deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund), auf der Hauptversammlung vergangene Woche in Leipzig vor jeder Menge leerer Stuhlreihen über den Verlauf des zurückliegenden Geschäftsjahres.
Verwunderlich ist das mangelnde Interesse der Aktionäre indes nicht, die vergangenen Monate waren zumindest in Sachen Aktienkursentwicklung ein absolutes Desaster (ich habe des Öfteren dazu an dieser Stelle berichtet). Und die paar wenigen Anteilseigner, die dennoch den Weg nach Leipzig auf sich genommen hatten, bekamen dann auch wenig Konkretes zu hören, das ihre Hoffnungen auf baldige Besserung der Lage mit neuem Schwung versorgen könnte.
Es bleibt alles beim Alten: Bei Q-Cell regiert die Unsicherheit
Zusammenfassend sieht die Lage bei Q-Cells so aus: 2010 sorgte mit einem Umsatzanstieg um 71% auf 1,35 Mrd. Euro und einer Rückkehr in die Gewinnzone zwar für einen ersten operativen Hoffnungsschimmer, nach den düsteren Zeiten im Krisenjahr 2009. Doch das erste Halbjahr 2011 lässt wenig Raum für die Hoffnung, dass es mit dieser guten Entwicklung auch in diesem Jahr weiter geht. Der Absatz stockt, da die Billigkonkurrenz aus Fernost mit seinen Kampfpreisen für einen Preisverfall auf dem europäischen Markt - Hauptabsatzmarkt von Q-Cells - sorgt. Die Lager in Bitterfeld-Wolfen füllen sich zusehends mit überproduzierten Modulen. Und die Pläne von CEO Nedim Cen, mit welchen er das Ruder im zweiten Halbjahr rumzureißen gedenkt, wollen nicht recht überzeugen: Weitere Kostensenkungen in der Produktion und eine neue Generation von Solarmodulen mit höheren Wirkungsgraden (siehe Insider Daily vom 1. Juni 2011) sollen helfen, das Wachstum zu sichern.
Doch zu einer Prognose für das Gesamtjahr ist Chen dann doch nicht bereit. Es bleibt alles beim Alten: Bei Q-Cells regiert die Unsicherheit. Zwar scheint die Finanzierung für die nächste Zeit gesichert, was vor allem dem rigorosen Sanierer Chen zu Gute gehalten werden kann. Doch für eine Trendwende an der Börse reicht das nicht.
Einzige Hoffnung vieler Anteilseigner ist und bleibt, das endlich ein weißer Ritter kommt und die strauchelnde Braut auf sein Pferd holt. Übernahmespekulationen wurden auf der Hauptversammlung zwar bestimmt zurückgewiesen. Doch so mancher hält das fern bleiben des einzigen Großaktionärs Good Energies von der Aktionärsversammlung für ein sicheres Zeichen, dass bereits ein anderer Investor in den Startlöchern steht. Ich glaube nicht dran. Wer will sich hier schon die Finger verbrennen.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Börsenwoche.
Ihre
Cindy Bach
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Martin H (27.06. 2011 16:39 Uhr):
Eine fundiertere und korrektere Berichterstattung wäre hier sehr wünschenswert. Anstatt gefährliches Halbwissen zu verbreiten sollten Sie besser recherchieren. Wer noch nicht mal den Namen des CEO korrekt schreiben kann sollte tunlichst die Finger von derlei Berichterstattung lassen. Beste Grüße
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