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Henrik Voigt in DAX Daily
vom
jetzt, wo das Wachstum in en bisher vergleichsweise wirtschaftlich starken USA zu schwinden beginnt, wird wie üblich nach der US-Notenbank gebrüllt. Sie solle doch ein neues Anleihenaufkaufprogramm (QE 3) auflegen und damit bitteschön das Wachstum wieder ankurbeln. Wer solche Thesen verbreitet, hat allerdings von Wirtschaft keine Ahnung. Da könnte man auch Hustenbonbons als Krebstherapie einsetzen. Die Fähigkeiten der Notenbanken in Bezug auf die Schaffung von Wachstum sind in einer Überschuldungskrise äußerst begrenzt. Billige Kredite helfen keinem weiter, der seine vielen Schulden schon längst nicht mehr bedienen kann.
Bereits das zweite Anleihenkaufprogramm der US-Notenbank, welches im vergangenen Sommer auslief, brachte nicht mehr den gewünschten Effekt. Sowohl das Wachstum als auch beispielsweise die Wirtschaftsstimmung (gemessen etwa am Einkaufsmanagerindex) erreichten nicht mehr die Höchstwerte aus dem Jahr 2010, als QE 1 noch wirkte. Inzwischen scheint selbst die Fed erkannt zu haben, dass ein QE 3 wohl kaum noch etwas bringen würde.
Nach den Worten des Präsidenten der Richmond Federal Reserve Bank, Jeffrey Lacker, habe eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik wahrscheinlich wenig Wirkung und könne lediglich für einen nachhaltigen Anstieg der Inflation sorgen. Die Fed nur dann weitere Vermögenswerte ankaufen sollte nur dann weitere Vermögenswerte aufkaufen, wenn es zu einer dramatischen Verschlechterung in der Wirtschaft komme. Er sagte weiter, dass im Baugewerbe eine anhaltende Depression vorliege, die noch mehrere Jahre anhalten könne. Es gäbe zwar einige Lichtblicke auf dem Immobiliensektor, doch machten die Investitionen beim Wohnbau gegenwärtig nur 2,25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, während das Hoch bei über 6,0 Prozent gelegen hatte. Die Nachwehen der im Jahr 2006 geplatzten (und von der US-Notenbank übrigens maßgeblich begünstigten) Immobilienblase belasten das Wachstum noch immer.
Keine guten Aussichten für den letzten Strohhalm der Bullen, noch einmal nachhaltig steigende Kurse zu sehen, während das Wachstum immer weiter einbricht...
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