Private Misstrauenserklärung
Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 15. Januar 2008 07:30 Uhr
ENL5454
Liebe Leserin, lieber Leser!
Die Dezember-Pkw-Zulassungszahlen zeigen einmal mehr, wie „stark und robust“ der Aufschwung in Deutschland ist. Ein Minus in Höhe von sage und schreibe mehr als zwanzig Prozent im Vorjahresvergleich kann sich wahrlich sehen lassen.
Ja, das sind die Traumzahlen aus dem „Wirtschaftswunderland“. Letztlich ist es ohnehin nahezu unbeachtlich, ob es sich um ein „blaues Wunder“ für die deutsche Autobranche handelt.
Regierung arbeitet an Notprogramm
Derweil ist die deutsche Bundesregierung selbst so sehr vom Aufschwung überzeugt, dass im Hintergrund im Wirtschaftsministerium an einem konjunkturellen Notprogramm gearbeitet wird. Hauptelemente sollen Entlastungen für kleine bzw. mittlere Einkommensbezieher sein. Zusätzlich soll ein staatliches Investitionsprogramm für Infrastruktur und Wohnungsbau aufgelegt werden.
Riester-Rente im Gerede
Abseits vom wirtschaftlichen Abgrund kam in jüngster Vergangenheit die „Riester-Rente“ unter Beschuss. Diese sei gerade für Geringverdiener uninteressant, zumal die ausgezahlten Riester-Renten ohnehin auf die Grundsicherung (früher Sozialhilfe) in Höhe von monatlich etwa 660 Euro angerechnet würden. Daraus folge, dass sich das mühsame jahrzehntelange Ansparen nicht lohne.
Klassischer Staatsmurks
Ungeachtet der Frage, ob der angehäufte Riester-Kapitalstock via negativer Realverzinsung sowieso gnadenlos entwertet wird, zeigt dieses Beispiel einmal mehr klar auf, wie hervorragend Vermögen in Deutschland geschützt werden. Im übrigen lässt ja zusätzlich auch die „Abgeltungssteuer“ grüssen.
Staatliche Eingriffe zu befürchten
Fast schon müßig zu erwähnen, dass der Staat auf Riester-Renten, Bankguthaben und co. vollen Zugriff via höherer Besteuerung und Sozialabgaben hat. Anders formuliert, auch staatlichen Enteignungseingriffen ist Tür und Tor geöffnet. Angesichts der nach wie vor extrem angespannten Staatskassenlage sind vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und eines globalisierten Arbeitsmarkts die Sozialpolitiker der diversen Parteien im Hinblick auf die Stabilisierung der Sozialkassen sicherlich nicht einfallslos. Da stehen – ungeachtet einer möglichen Weltrezession - spätestens ab 2009 einige negative Überraschungen an.
Private Misstrauenserklärung
Für einen weitsichtigen Sparer gibt es in einem solchen Umfeld kaum eine andere bessere Alternative als die Diskretion des gelben Edelmetalls. Insofern ist der Kauf von Gold nichts anderes als eine Misstrauenserklärung gegenüber schlechter Regierungspolitik. Mit Gold wettet man gegen Papiergeld und glaubt fest ans Unvermögen der Regierenden. Gleichzeitig macht man sich unabhängiger gegen einen nimmersatten Bürokratieapparat.
Gott sei Dank ist Gold globales Geld!