Potash: Wo ist der weiße Ritter gegen BHP?
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 17. August 2010, 17:00 Uhr
ENL5462
schon jetzt wirft der Verfall von Optionen seinen Schatten voraus, der am Freitag stattfinden wird. Die Indizes sind heftigen Schwankungen unterworfen. Die Marktteilnehmer versuchen, die Kurse in eine für sie genehme Richtung zu ziehen. Was könnte besser dazu dienen, als die Veröffentlichungen der Wirtschaftsdaten, die derzeit die Kurse mehr bewegen als die letzten Quartalszahlen, die noch hereintröpfeln.
Doch eine Meldung aus den Unternehmen bewegte heute unseren heimischen DAX ganz besonders: Der Rohstoffgigant BHP Billiton will seinen Stand auf dem Düngermarkt verstärken. 38,6 Mrd. USD bot er für einen der Marktführer des Kalimarktes, die kanadische Potash Corp. Of Saskatchewan, kurz Potash genannt. Nomen est omen: Potash ist das englische Wort für Kalisalz.
BHP bietet nicht genug
Doch das Management von Potash wies das Angebot entrüstet zurück. Mit 130 USD je Aktie liegt es nur 16% über dem Kurs der Aktie vom Montag. Zu wenig, verkündete der Verwaltungsratschef von Potash, Dallas J. Howe in einem Schreiben. "Potash hat eine glänzende Zukunft als unabhängiges Unternehmen...". "Wir finden, dass sich unsere Aktionäre dieses aggressiven Versuchs bewusst werden müssen, unser Unternehmen für deutlich weniger als den in ihm steckenden Wert zu erwerben".
Potash entschied sich folglich für einen Abwehrkampf. Wenn über den Markt mehr als 20% der Aktien von einem Konkurrenten eingesammelt werden, soll das Grundkapital verdoppelt und die neuen Aktien allen bisherigen Anteilseignern zu einem sehr tiefen Preis angeboten werden. Diese Giftpille verschafft Zeit, sich nach Lösungen gegen eine feindliche Übernahme umzusehen.
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