Positive Signale vom US-Arbeitsmarkt
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 28. Juli 2003 18:00 Uhr
ENL5454
*** Die US-Wirtschaft mag zwar immer noch nach Sushi riechen (d.h., dem japanischen "Vorbild" folgen), aber am Anleihenmarkt riecht es nach Inflation. Das erste Mal seit langem ist der Abstand zwischen "normalen" 10jährigen US-Staatsanleihen und inflationsgesicherten Anleihen auf über 2 % gestiegen.
*** Und auch die Hypothekenzinsen steigen. Letzte Woche sind sie die 5. Woche in Folge gestiegen.
*** Aber die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in den USA das erste Mal seit Langem unter die Marke von 400.000 gefallen. Allerdings könnte der übergeordnete Trend immer noch negativ sein. Die Kurve der wöchentlichen geleisteten Arbeitsstunden fällt seit 32 Monaten. Niemals zuvor hat es so einen Rückgang gegeben. Am vergleichbarsten ist noch die Rezession von 1974/75, als diese Kurve 17 Monate fiel.
*** Mein Tango-Kurs in Paris ist vorbei. Die letzte Stunde ging ohne körperliche Verletzungen vorüber. "Danke, dass Du mit mir diesen Kurs besucht hast", sagte ich zu meiner Tochter, als wir die Tanzschule verließen. Der Kurs "Tango lernen in 5 Lektionen" war zu Ende. Ich bin jetzt zwar noch nicht fit genug für einen Tango-Wettbewerb, aber ich bringe immerhin einen oder zwei "Salidas" zustande.
"Das hat Spaß gemacht", antwortete meine Tochter. Aber sie hatte sich nicht gerade so verhalten, als ob es ihr Spaß gemacht hätte. Besonders dann nicht mehr, als ein junger Mann, der wie ein Adonis aussah, zu unserer Gruppe dazu gestoßen war. Er hatte blonde Haare, ein schönes Lächeln und tanzte Tango wie ein argentinischer Fred Astaire.
"Was ist los?" fragte ich sie damals.
"Nun, ich fühle mich wie eine Idiotin, weil ich mit meinem Vater tanze."