Politbarometer Euro

in zum Thema Finanzkrise
vom


gestern war mal wieder so ein Tag, an dem die Minuszeichen an den Anzeigentafeln dominierten. Egal ob Aktienmärkte oder Rohstoffe, teils ging es rasant abwärts. Die kurze Euro-Euphorie ist verflogen, zu lange warten die Marktteilnehmer nun schon auf konkrete Lösungsvorschläge. Alles bleibt vage und Unsicherheit wird an den Finanzmärkten bekanntermaßen bitter bestraft.


Die Nachrichtenlage war hingegen gar nicht so schlecht. Die Finnen stimmten der Erweiterung des EFSF-Rettungsschirms nun doch zu - heute wird im Deutschen Bundestag darüber abgestimmt. Außerdem lieferten die US-Auftragseingänge keine böse Überraschung. Dies war dann wohl auch der Grund dafür, warum es nicht kerzengerade nach unten ging, sondern ein nervtötendes Auf und Ab vollzogen wurde. Auch die europäische Gemeinschaftswährung konnte ihr gestriges Tagestief nicht verteidigen. Fast zwei Cent verlor er bis zum Tageswechsel, seitdem erholt er sich nun von der recht steilen Abwärtsbewegung. Letztlich handelt es sich beim Euro derzeit um ein europäisches Politbarometer: Können die Statements der politischen Entscheidungsträger überzeugen, klettert der Euro, wird aber gleich klar, dass es sich bei Äußerungen um die nicht unübliche Phrasendrescherei handelt, so taucht er ab.

Fazit: Gestern wurden wir zwar mit vielen Kommentaren aus der Politik überschüttet, Europa ist groß und beherbergt schließlich viele Politiker, die sich ab und an alle mal äußern wollen, doch inhaltlich war da nichts Neues dabei. Order können Sie noch hören, dass man Griechenland nicht fallenlassen wolle?

Der Kurzüberblick:

Dax:

-0,89%

Dow Jones:

-1,61%

EuroStoxx50

-0,79%

EUR/USD:

+0,66%

Gold:

-2,39%

Silber: 

    -4,44%

Öl (Sorte Brent):        

-3,37%

von
Till Kleinlein
Till Kleinlein

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